ig6
XIII.
Ämor bleibet ein Schalk, und wer ihmvertraut, ist betrogen!
Heuchelnd kam er zu mir: »Oießmalnur kraue mir noch.
Redlich meyn' ich'S mit dir, du hast deinLeben und Dichten,
Dankbar erkenn' ich es wohl, meinerVerehrung geweiht.
Siehe, dir bin ich nun gar nach Rom ge-folget; ich möchte
Dir im fremden Gebiet gern was gefäl-liges thun.
Jeder Reisende klagt» er finde schlechte Be-wicthung;
Welchen Amor empfiehlt, köstlich bewir-thet ist er.