Druckschrift 
4 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 2]
Entstehung
Seite
356
Einzelbild herunterladen
 

nahm Stücke vor, die noch gegeben werdensollten, die lange nicht gegeben waren, undzwar meistens nur Theilweise. So ließ erauch, nach einer ersten Aufführung, Stellen,bey denen er etwas zu erinnern hatte, wie-derholen, vermehrte dadurch die Einsicht derSchauspieler, und verstärkte ihre Sicherheit,den rechten Punkt zu treffen. Und wie ringeringer aber richtiger Verstand mehr alsein vccworrneS und ungeläuterkeS Genie zurZufriedenheit anderer wirken kann; so ec»hub er mittelmäßige Talente, durch die deut-liche Einsicht, die ec ihnen unmerklich ver-fchafke, zu einer bewundernswürdigen Fä-higkeit. Nicht wenig trug dazu bey, daß erauch Gedichte lesen ließ, und in ihnen dasGefühl jenes Reizes erhielt, den ein wohl-vorgetragner RythmuS in unsrer Seele er-regt, unstarr daß man bey andern Gesell-schaften schon anstng, nur diejenige Prosa