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4 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 2]
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achten, denn er sah nur immer die äusscrnEigenheiten der Menschen, und trug sie inseine mimische Sammlung ein. Oabey aberwar seine Selbstigkeit äußerst beleidigt, wenner nicht jedem gefiel, und wenn er nicht über-all Beysall erregte. Wie dieser zu erlangensey, darauf hatte ec nach und nach so genauacht gegeben, und hatte seinen Sinn so ge-

schärft, daß er nicht allein bey seinen Dar-fiellungen, sondern auch im gemeinen Lebennicht mehr anders als schmeicheln konnte.

Und so arbeitete seine GemüthSark, sein Ta-

lent und seine Lebensart dergestalt Wechsels-

weise gegen einander, daß er fich unver-

merkt zu einem vollkommnen Schauspieler M

ausgebildet sah. Ja, durch eine seltsam schei- nie,

nende, aber ganz natürliche Wirkung und ihm

Gegenwirkung stieg, durch Einficht und schn

Übung, seine Rezitation, Derlamation und

sein Gebährdenspiel zu einer hohen Stufe

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