Wilhelm h-itte nicht bemerkt, mit wel«chem Ausdruck Aurelie die letzten Worte aus-sprach. Nur auf das Kunstwerk, dessen Zu-sammenhang und Vollkommenheit gerichtet,ahndete er nicht, daß seine Freundin eineganz andere Wirkung empfand; nicht, daßein eigner tiefer Schmerz durch diese drama-tischen Schattenbilder in ihr lebhaft erregtward.
Noch immer hatte Aurelie ihr Haupt vonihren Armen unterstützt, und ihre Augen, diesich mit Thränen füllten, gen Himmel ge-wendet. Endlich hielt sie nicht länger ihrenverborgnen Schmerz zurück; sie faßte desFreundes beide Hände, und ries, indem ecerstaunt vor ihr stand: verzeihen Sie, ver-
zeihen Sie einem geängstigten Herzen! dieGesellschaft schnürt und preßt mich zusam-men, vor meinem unbarmherzigen Brudermuß ich mich zu verbergen suchen; nun hat