jy» Ueber die menfchliclie Natur.
lieh diefelben vorftellt, Vergnügen hervor, und nö-thigen ihr Liebe und Beifall ab.
Um mit den körperlichen Vorzügen denAnfang zu machen, mufs ich auf eine Erfcheinungaufmerkfam machen, welche unbedeutend und pof-fierlich zu feyn fcheint, wenn anders eine Sache un-bedeutend und poffierlich feyn kann, die einen’fowichtigen Schlufs beftätiget, und in einem philo-fophifchen Beweife gebraucht wird. Es ift eine all-gemeine Bemerkung, dafs diejenigen, welche mangute Weibermänner nennt, und die fich ent-weder durch ihre Eroberungen im Felde der Liebeausgezeichnet haben, oder deren Körperbau eineaufserordentliche Kraft diefer Art verrätli, vomfchönen Gefchlechte fehr wohl aufgenommen wer-den, und gewöhnlicherweife felbft die Zuneigungderer gewinnen, deren Tugend jeden Gedankenverhindert, von dergleichen Talenten jemals einenVortheil zu ziehen. Hier ift es offenbar, dafs dieFähigkeit einer folchen Perfon, Genufs zu verfchaf-fen, die wahre Quelle jener Liebe und Achtung ift,die fie unter'dem weiblichen Gefchlechte antrifft;und zugleich, dafs die Frauen, welche einen fol-chen Menfchen lieb und werth halten, nicht ebendie Abficht oder Hoffnung haben, von dergleichenGaben felbft Genufs zu ziehen, und dafs fie alfo nurvermittelft ihrer Sympathie mit derjenigen, die mitihm in Liebesverftändniffe fleht, afficirt werdenkönnen. Diefes Beifpiel ift fehr feltfam und ver-dient unfre ganze Aufmerkfarnkeit.
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