■willen defto ftärker fühlen möchte. Aber was ichmir hierbei auch immer für Miihe geben mag, fowird die Vergleichung nie eine fo grofse Gewalt ha-ben, als wenn ich wirklich an dem Ufer bin *), undin der Ferne ein Schiff fehe, das mit einem Sturmekämpft und jeden Augenblick in Gefahr ift, an ei-nem Feilen zerfchmettert zu werden, oder an einerSandbank zu fcheitern. Aber man fetze, diefer Be-griff werde noch lebhafter. Man ftelle lieh vor,das Schiff werde fo nahe an mich heran getrieben,dafs ich deutlich das Schrecken wahrnehmen kann,das fich auf den Gelichtern der Schiffer und derKeifenden abbildet, dafs ich ihr klägliches Schreienhöre, fehe, wie die zärtlichften Freunde lieh dasletzte Lebewohl fagen, oder fich umfaffen, mit demEntlchluffe, Arm in Arm umzukommen. KeinMenfch hat ein fo fiihllofes Herz, dafs er bei einemSolchen Anblicke Vergnügen empfinden, oder denBewegungen des zärtlichften Mitleidens und derrührendften Sympathie widerftehen könnte. Esgiebt alfo offenbar in diefem Falle eine gewiffe Mit-telftrafse; und es ift augeafcheinlich, dafs, wenn,die Vorftellung zu fchwach ift, die Vergleichungderfeiben keinen Einflufs hat; und dafs fie auf der
andern
*) Suave mari magno turbantibus aequora ventisE terra magntun alterius fpectare laborem.
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JL.UCK.ET.