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Ueber die menfehliche Natur.
len niemals zugeben, clafs er ihm unterworfen fey,aufser wenn fie feinen Charakter in wefentlichernStücken rechtfertigen wollen. Er könnte eine Fi-gur fpielen, fagen fie, wenn er fich nur mehr Mühegeben wollte; fein Verftand ift gefund, erbegreiftfchnell, und hat ein ftarkes Gedäclitnifs; aber erliaffet die Gefchäfte und macht fich nichts aus fei-nem Glücke. Und diel’es machen die Menfchen fo-gar bisweilen zu einem Gegenftande der Eitelkeit;wiewohl fie fich immer dabei das Anfehen geben,als ob fie dadurch einen Fehler geftiinden; weil fiedenken, dafs diefe Unfähigkeit zu'Gefchäften vieleweit edlere Eigenfchaften verrathe; als einen pliilo-fophifchen Geift, einen feinen Gefchmack, einen»rofsen Witz oder einen Hang zum Vergnügen undzur Gefellfchaft. Aber nehmt einen andern Fall:Setzet eine Eigenfchaft, die, ohne eine Anzeige an-derer guten Eigenfchaften zu feyn, einen Menfchenganz untauglich zu Gefchäften macht, und feinemeignen Vortheile nachtheilig ift, als ein ftumpferVerftand, und eine fchlechte Urtheilskraft in An-fehung aller Gegenftande im Leben; Unbeftändig-keit und Unentfchloffenheit; oder ein Mangel anGefchick, fich in die Menfchen und in die Gefchäftezu finden; fo wird man alle diefe Eigenfchaften fürUnvollkommenheiten in einem Charakter halten-und viele Menfchen würden fich eher zu den gröfs-ten Verbrechen bekennen, als dafs fie den Argwohn,füllten auf fich haften lafCen, dafs fie denfelben nurim geringften Grade unterworfen wären.
Es