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3 (1792) Ueber die Moral
Entstehung
Seite
183
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Ueber die Gerechtigkeit u. f. w. 1S3

anzutreffen wäre, das im Stande ift, den natür-lichen Ehrgeiz der Menfchen zu unterdrücken, undfie zu einer folchen Unterwürfigkeit zu zwingen?Nachahmung und Gewohnheit reichen nicht zu.Denn es entfteht alsdann von neuen die Frage, wel-cher Beweggrund denn zuerft diejenigen Beifpielevon Unterwürfigkeit hervorbringt? Die wir nachah-men, und diejenige Reihe von Handlungen, wel-che die Gewohnheit erzeugt; diefes kann offenbarkein anderes Princip feyn, als die allgemeine Wohl-fahrt; und wenn das Intereffe oder die Wohlfahrtden Gehorfam gegen den Regenten zuerft hervor-bringt, fo mufs die Verbindlichkeit dazu nothwen-dig aufhören, fobald das Intereffe in einem grofsenGrade und in einer beträchtlichen Anzahl von Fäl-len nicht mehr von der Regierung befördert wer-den kann.

Zehnter Abfchnitt.

Von den Objekten des Gehorfams.

Aber ob es nun gleich in gewiffen Fällen fowohlnach den Grundfjitzen einer gefunden Politik alsder Sittenlehre recht feyn kann, fich der oberftenGewalt zu widerfetzen, fo ift es dennoch gewifs,dafs in dem gewöhnlichen Laufe der menfchliehenDinge nichts verderblicher und lafterhafter feynkann, als eine folche Widerfetzlichkeit; und dafsaufser den Konvulfionen, die allemal mit derglei-chen Revolutionen verknüpft find, ein folches Ver-fahren

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