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3 (1792) Ueber die Moral
Entstehung
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181
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Ueber die Gerechtigkeit u. f. w. iji

Urfaclien muffen uns bewegen, eine grofse MengeAusnahmen zuzulaffen, und müffen den Schlufs recht-fertigen, dafs wir uns den allzuheftigen Wirkungender oberften Gewalt, ohne ein Verbrechen oder ei-ne Ungerechtigkeit zu begehen, widerfetzen können.

Diefeinnach können wir fehen, dafs diefes lo-wohl durch die allgemeine Handlungsart, als durchdie Grundfätze des menfchlichen Gefchlechts ge-rechtfertiget wird, und dafs keine Nation, die einMittel ausfindig machen konnte, je die graufamenVerwüftungen eines Tyrannen erduldet hat, oderwegen ihres Widerftandes getadelt worden ift. Die-jenigen, welche die Waffen gegen einen Diony-fius, oder Nefo, oder Philipp den Zwei-ten ergriffen, haben den Beifall eines jeden , derihre Gefchichte liefet, auf ihrer Seite; und nichtsals die fchrecklichfte Verderbnifs des gefunden Men-fchenverftandes kann uns verleiten, fie zu verdam-men. Es ift alfo gewifs, dafs lieh in allen unfernmoralifchen Begriffen die abfurde Verkeilung einesleidenden Gehorfams nirgends findet, fondern dafses uns nach denfelben fehr wohl verftattet ift, unsheftigen Ausfchweifungen der Tyrannei und Unter-drückung zu widerfetzen. Die allgemeine Mei-nung des Menfchengefchlechts hat in allen Fälleneiniges Gewicht und Anfehen; aber in diefem Falleder Moral ift fie vollkommen untrüglich. Und fieift darum, dafs die Menfchen die Gründe, worauffie beruhet, nicht deutlich auseinander fetzen kön-nen, nicht weniger untrüglich. Wenige Menfchen

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