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Ueber die Gerechtigkeit u. f. w. ijj
würde. Denn es giebt ein Princip in der menfch-lichen Natur, das wir oft erwähnt haben, und wel-ches darinne befteht, dafs die Menfchen febr ftarkallgemeinen Regeln zugethan find, und dafswir durch unfre Maximen viel weiter geführt wer-den, als es diejenigen Gründe verftatten, welcheuns anfänglich bewogen, fie feftzufetzen. Wenn,
lieh Fälle in vielen Umftänden ähnlich find, fo lindwir geneigt, fie einerlei Gefetzen zu unterwerfen,ohne zu bedenken, dafs fie in den wefentlichftenUmftänden verfchieden feyn können, und dafs dieAehnlichkeit mehr fcheinbar als real ift. Es läfstlieh daher fehr wohl denken, dafs in Anfehung desGehorfams unfre moralifche Verbindlichkeit derPflicht nicht aufhört, wenn auch gleich die natür-liche Verbindlichkeit des Intereffes, die ihre Urfacheift, wegfällt; und dafs Menfchen noch durch dasGewiffen verbunden feyn können, lieh untereine tyrannifche Regierung gegen ihr eignes unddas allgemeine Befte zu beugen. Und in der That,der Kraft diefes Arguments gebe ich in fo weit nach,als ich erkenne, dafs lieh allgemeine Regeln ge-wöhnlich weiter in ihrem Einfluffe erftrecken, alsdie Principien, worauf fie lieh gründen; und dafswir feiten eine Ausnahme von ihnen machen, wenndiefe Ausnahme nicht felbft die Eigenfchaften einerallgemeinen R.egel hat, und lieh auf viele und ge-wöhnliche Beyfpiele gründet. Nun behaupte ich,ift diefes gerade der Fall. Wenn lieh Menfchen un-ter die Auktorität anderer begeben, fo wollen fie
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