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Ueber die Gerechtigkeit u. f. w. 159
ein jeder die gefährlichen Hafen vermeidet, die he-ften Waffen ergreift, in den kleinften Wunden Ent-fchuldigung fucht, fo können die, Gefetze, welchewährend, dafs die Menfchen in Ruhe lebten, gut ge-nug beobachtet wurden, nun nicht länger ftalt fin-den, wenn fie in folcher Bewegung find.
Diefe.s finden wir bei den A m eri k anifc henStämmen beftätigt, wo Menfchen unter lieh in Ein-tracht und Freundfchaft ohne einige feftgefetzte Re-gierungsform leben; und lieh nie einem ihrer Mit-bürger unterwerfen, aufser zur Zeit des Kriegs, woihr Anführer einen Schatten von Anfehen geniefst,den er aber nach ihrer Rückkehr aus dein Feldeund nachdem der Friede mit den benachbartenStämmen wieder hergeftellt ift, wieder verkehrt.Diefe Obergewalt macht fie indeffen doch mit denVortheilen der Regierung bekannt, und lehrt fie ih-re Zuflucht zu derfelben nehmen, wenn entwederdurch kriegerifche Plünderungen, oder durch Plan-del oder fonft zufällige Erfindungen ihre Reichthü-mer und Güter fo beträchtlich geworden find, dafsfie über den neuen Vortheilen denjenigen vergeffen,den fie durch die Erhaltung des Friedens und derGerechtigkeit hatten. Hieraus läfst fich unter an-dern ein fehr wahrfcheinlicher Grund angeben, wes-halb alle Regierungsformen anfänglich rein und un-vermifcht monarchifch find; und wie die Republi-ken blos aus dem Mifsbrauche der Monarchie undder defpotifchen Gewalt entftehen. Die Lager finddie wahren Mütter der Städi.e; und da der Krieg
wegen