8(5 Ueber die menfchliche Natur.
gemacht werden, welche in der Wirklichkeit nurumnerklich und nach und nach entftehen; aul'serdiefem fage ich, ift es doch recht gut möglich, dafsverfchiedene Perfonen, die durch mancherlei Zu-fälle von den Gefellfchaften getrennt worden find,wozu fie ehemals gehörten, in die Nothwendigkeitkommen können, eine neue Gefellfchaft unter fichzu errichten; in welchem Falle fie ganz in der obenerwähnten Lage find.
Es ift alfo offenbar, dafs, nachdem fie im Allge-meinen darinne übereingekommen find, eine Gefell-fchaft zu errichten und die Behändigkeit der Be-fitzung zu gründen, ihre erfte Schwierigkeit ift, wiefie nun ihre Befitzungen abfondern, und jedem fei-nen befonderen Theil anweifen follen, den er in Zu-kunft ausfchliefsend und unveränderlich benutzenkann. Diefe Schwierigkeit wird fie nicht langeaufhalten, fondern es wird ihnen gleich als das na-tiirlichfte Mittel der Auskunft beifallen , dafs ein je-der dasjenige kontinuirlich zur Benutzung behält,wovon er gegenwärtig Herr ift, und dafs das Eigen-thuin oder die beftändige Befitzung mit der unmit-telbaren Befitzung verbunden werde. So ift dieWirkung der Gewohnheit; fie föhnt uns nicht nurmit einem Dinge, das wir lange befefl’en haben,aus, fondern bringt uns auch eine Neigung gegendaffelbe bei, und macht, dafs wir es andern Dingenvorziehen, die an fich weit mehr werth, uns aberweniger bekannt find- Was immer unter unfernAugen gewefen, und* ftets zu unlerm Vortheil ge-braucht