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3 (1792) Ueber die Moral
Entstehung
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Ueber die menfchliche Natur.

zu den zärtlichen, andre zu den raulien Leiden-fchaften: indeflen können wir doch fo viel behaup-ten, dafs der Menfch im Allgemeinen oder diemenfchliche Natur fowohl ein Objekt der Liebe alsdes Haffes feyn kann, und dafs noch eine andreUrfaclie erfodert wird, welche durch ein doppeltesVerhältnifs der Impreffionen und Begriffe diefe Lei-denfchaften erwecken kann. Umfonft wird manlieh bemühen, diefe llypothefe umzuftofsen. Fsgiebt keine einzige Erfcheinung, die eine folche Artvon Liebe zu den Menfchen verriethe, welche ganzunabhängig von ihren Verdienften und andern Um-ftänden ift. Wir lieben die Qefellfchaft im Allge-meinen; aber rvir lieben fie fo, wie wir ein jedesandre Vergnügen lieben. Ein Engländer ift in Ita-lien unfer Freund; ein Europäer in China; iundvielleicht würde ein Menfch blos als Menfch geliebtwerden, wenn wir ihn im Monde anträfen. Aberdiefes rührt blos von der Beziehung auf uns felbfther, welche in diefen Fällen dadurch, dafs fie aufwenig Perfonen eingefchränkt ift, Kraft gewinnt.

Wenn das allgemeine Wohlwollen, oder die Er-wägung des Intereffes des menfchlichen Gefchlechtsnicht der urfpriingliche Bewegungsgrund der Ge-rechtigkeit feyn kann, fo kann noch weniger dasPrivatwohlwollen oder die Erwägung des

Intereffes eines einzelnen Menfchen

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djefer Bewegungsgrund feyn. Denn wenn er nunmein Feind ift, oder mir gerechte Gelegenheit ge-geben hat, ihn^zu haffen? Wie wenn er nun ein

Geiz-