Batavische Republik. 403
sumpfigen Boden, eine der größten, und noch kürzlich eineder reichsten Städte in Europa, noch im Anfänge und umdie Mitte des »8ten Jahrh. Haupthandelsplah aller mcnfch-lichen Bedürfnisse und aller Luxus-Artikel, noch neuerlichstbedeutender Handels - und Wechfelplaß; von vielen Kanälendurchschnitten, auf der Landseite befestigt, mit einem Hafen«Flächeninhalt — 460,83 a Q. R.
Im I. 1796 mit 217,024 E., I. r.795. 191,855 christk.E., in 23,6175?., 20,335 theils teutsche, theils portugiesischeJuden, in 16275?., außer noch 1458 einige Zeit verweilendenFremden, I. 1778 mit Inbegriff der Fremden, 230,000 See-len, im I. 1515 überhaupt nur 2531 5 ?., einige Jahrh. früherbloß wenige dürftige Fischerhütten. Wir bemerken: das be-rühmte Rath-oder Sradrhau«, (auf 13,689 eingeraMmeltettgroßen Masten erbauet), das prächtigste Gebäude in Amsterdam,und in der ganzen barav. Republik; die Börse, die Admirals»gebältde, (Lkattenburg), mit guten Schiffswerften, das oii-n-vischeHaus, 6 Zeughäuser; die Gef. der Wissenschaften, diemevicinifche, (servsnaln civibus), die Socioräl für Serfabrt,die Ges. derDicktkunft und schönen wisscnsch., die landwirth-schaftliche Gesellschaft; das berühmte Gymnasium, (^tl,«n«e-um iUuüre), welches aber im I. 1799 aufgehoben werden sollte;ein ruhniwärdiges neues wissenschaftliches und Runss-Inlkilut,kslix ineriti*, worin Unterricht in Philosophie, Mathematik,in schönen Wissenschaften, Musik, Zeichenkunst rc. ertheilet wird,mit einer Sternwarte, die Marinepflanzschule. Von gorteL-dienssl. Gebäuden I. 1794. 39 Kirchen, 2 franz., 2 englische,
1 armenische, 2 lnthcr., (welche letztreGemeinden hierein Kon»sisiorium haben), 3 mennonitische, i Quakcrkirche, 20 Ver-fammluugsörter für Katholiken, mehrere Juden-Synagogen.Nebst zahlreichen Armenhäusern, bestehen hier mehrere wohl«thatige Vereine, als: eine menschenfreundliche Ges. zu Ret-tung der Ertrunkenen, und anderweitig Verunglückten re.,(Mutter der londner Rettungs-Gesellschaft), eine Ees. zinnNntzen des Ganzen, (tot nnt van't allgemccn). Kcsalnmtehiesige milde Stiftungen hatten im I. 1792 fast 2 Mill. Fl.jährlicher Einkünfte. Außer mehreren metallischen (Dtficwen,unterhält man hier Wachs - und Lcinwandbleichen, Glas-,der-, Seiden-, Tapeten - und Wollenf., Kupferraffiiierien,toi Znckerraffin., Kampherraffin., 4 Zmnvberfabr., mehrereSchwefel-und Scheidewasscrf., Boraxraffinerien, eine Porzel-lans, Diamantenschleiftreyen, Schiffswerfte. Die 5 ?a»deis-
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