Helvetica. 29z
Neufcharel, nebst der Grafsch. Valengin, 6) die Re-publik Wallis.
^elvetien, lange Zeit her eine Republik, Eidgenossenschaftgenannt, bestand im vorigen Jahrh. hauptsächlich i) aus izmit einander verbundenen Republiken, welche Rancone oderDrte hießen, von denen jeder seine besonder Verfassung hatte;2) aus unrerthänigcn Landschaften der Kantone; 3) aus Bun-desgenossen der Rankonc. Alle wichtige Angelegenheiten, wel-che die Gesammtheit der Republik betrafen, verhandelte man inTagesatzungen, oder allgemeinen Landesocrsammlungen. ObigeVerfassung hat, (so wie der Flächeninhalt selbst, siche obenS. 291.), in den neuesten Zeiten große Veränderungen erlit-ten. Neufcharel nebst Valengin, (eine kgl. preuß. Besitzung,im Umfange Helvetiens), blieb in ihren vortheilhaften Regie-rungs- Verhältnissen. Aber in allen übrigen Theilen Helvetienswurde, nach manchcrley politischen Abwechselungen, — im I.1802 eine neue Grundverfassung eingeführt, und zwar a) inder helvetischen Republik mit folgenden Haupt-Bestimmungen:Die helvetische Republik ist in 19 Lantone verthcilt, von denenjeder seine eigne, innere, unabhängige, mehr oder minder de-mokratische oder aristokratische Verfassung hat; die Kantonesind indessen vereinigt, vermittelst verschieden^. allgemein gesetz-licher Verbindungen, vermittelst einer allgemeinen Tagesatzung,(Versammlung), von Kantonal-Deputirten, wechselsweise zuFrepbucg, Lern, Solothurn, Basel, Zürich, Luzern, wel-che Kaucone auch abwechselnd, nach obiger Ordnung, jährlichDirektorial-Rancone von gesaimnter Republik sind, an derenSpitze sich ein Lanvamman befindet; b) Die Landschaft Walliswurde im I. 1802 zu einer eignen Republik erklärt.
A) -Helvetische Republik: Die 19 Rantcme der
nunmehrigen helvetischen Republik sind:
1) Bern, ostwärts vom Vieler-See, wo die Hauptst. desKantons Bern, (Bema f. Arctopolis), an der Aar, mit 1050H., 13,000 E.; (Flachen-», der Aar daselbst 1548 F ; ».derStadt 1650 F.), (».25°, 7 V 6 «; L. 46V 56', 52"); »nterhebl. öffentl. Gebäuden, hat eine Akademie, naturf. Ges., einGymnasium, ein Waisenhaus, eine öffentl. Bibliothek und an-dere Sammlungen, ein großes Hospital. Die hiesigen Manuf.liefern scidne, baumwollne Waaren n. a. Artikel; Hindclbank,Pfarr-O. —- Aarkerg, Thun, Lauterbrun. Staubbach. —2) Frepbnrg, (P. friburgenfis), mit dem Hauptorte gl. N-, amSanenstnffe, mit dem Zunamen: imUchtlanve, hat 6000 E.Die Orte: Murten, (^orootum), am See gl. 31 . Bulle,