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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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seinem überall gegenwärtigen Geiste sich dem Deinen ^nähere und seinen göttlichen Frieden im Grunde befestige ^und vermannigfache! Amen. Dieser kostbare Friede ist ^ Eeine Frucht des Paradieses, was uns durch die Verdienste ^Christi wieder im Grunde geöffnet ist. Gepriesen sei seine ^wunderbare Liebe, durch welche er uns auch die Kraftund Bereitwilligkeit verleiht, uns seiner Behandlung zu Düberlassen. Denn das ist die Wahrheit: soll dieser Friede ^Gottes und Gott des Friedens uns auf eine wesentliche, KKreine und feste oder beständige Art einnehmen, dann sin- stzdet das flammende Schwerdt der Cherubim (wovon Dufindest Gen. 3, 2S.) unglaublich viel im Menschen zu:d>tödten und zu vernichten, weil nichts als der arme, nackte Äund ganz einfältig gemachte Geist mit Christus eingchen Mund Theil haben kann an Gott und dessen Frieden. Man Hinspürt es schon jetzt recht deutlich, daß die einfältigen Kind- i i»lein und auch nur diese allein das Königreich der Hün-mel empfahen. Im Stande der Unschuld war der Mensch ckinackt und wußte es nicht; die Herrlichkeit Gottes war ,8ssein Kleid, und auch das wußte er nicht, denn er war ri, rwie ein Kind. Und gerade dieses, daß er sich selbst nicht >8kannte oder sah, machte seinen Frieden, seine Seligkeit »tjund das Paradies aus. Das Nichtwissen schließt die Ei- Ü»genheit und alles Höllische aus. Unser süßester Seli'gma- j Licher führt seine ihm Hingegebenen sehr wunderbar wieder h,zu dieser Unschuld hin; und je mehr er in uns das lle-berlegen und Widerstreben überwinden kann, und je mehr Uwir uns seinem Tode und dem Nichts leidend hingeben, itz^um so viel wirksamer kann der Friede Gottes und Gott ^selbst uns einnehmen. Denn er ist unser Seligma- ^cher. Bon uns fordert er kein Bringen oder Machen,kein Wissen oder Können, sondern ein unbesorgtes Still-halten und Schaltenlassen mit uns von ihm; und auch ^dieses muß und will er selbst in uns nach seinem Wohl- ^