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Zwanzigster Brief. ^
Trost bei den» Tode einer Freundin. Ermunterung zumtreuen AuSharre» in dem Rufe GotteS, und zu Wechsel,scitiger Liebe zwischen den Hinterbliebenen Seelenfteundeu.
In dem Herrn Jesu, unserm Haupt«,unserm Hirten und unserm wahr-haftigen Leben sehr werthe undherzlich geliebte Brüder undSchwestern!
So hat es denn endlich dem Herm gefallen, unser«sehr geliebte Schwester IV. IV. von uns weg und zu sichzu nehmen. Selig für sie, obschon schmerzlich für uns,die ihre erquickende und erbauende Gegenwart entbehren,,und dadurch um so einsamer in dieser fremden Wüste undgefahrvollen Welt werden. Ich erwartete diesen Verlust,selbst noch eher ich Euern Brief verwichenen SonntagMorgen, im Bette liegend, erhielt. Ich kann es nichtverhehlen, daß mir das Entbehren dieser so geliebtenSchwester (mit der ich seit vielen Jahren in einem so en-gen Liebesbunde stand) schmerzlich fällt; aber der Antheil,den ich an dem Verluste nehme, welchen meine übrigenlieben Reisegenossen dadurch leiden, trifft mich, wie ichfühle, noch mehr; und was Ihr verliert, brauche ich nichtzu sagen. Indessen der Herr, der die Weisheit selbst ist,hat cs so gewollt; unterwerfen wir daher, wie gehorsameKinder, unser gebrechliches Urtheil dem unsers Vaters.Der Herr liebte unsere Schwester viel mehr als wir. Erhatte das größte Recht an ihr, darum forderte er sie,nachdem er sie uns auf einige Zeit gegönnt hatte, billi-gerweise zurück, um ihr Ruhe zu schenken von ihrer Ar-beit. Vielleicht haben wir ihre Gegenwart nicht so be-
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