auch daran hat es ihm in Stuttgart nicht gefehlt.Gustav und Christoph Schwab, der Dante-UebersetzerNotier, der Historiker Stalin, die Theologen Grüneisen,Stirm und Weizsäcker gehörten zu seinen FreundenAnch seine feinsinnige Gattin wurde mit ihm in denFamilien dieser Männer und in anderen Häusern freund-lich ausgenommen, wo Kunst und Literatur eine liebe-volle Pflege fanden; es seien hier nur die Namen Hart-mann, Weisser, Reinbeck, Pfizer und Köstlin genannt.Jedoch dem Künstler, wo er immer leben mag, ist dieGrundbedingung freudigen Schaffens eine behaglicheHäuslichkeit. Das hat ihm seine Marie, die ihn über-lebende Gattin, in vollem Maße gewährt. Eine von dengeborenen Künstlerfrauen, hat sie mit aufopfernderLiebe und klug waltendem Sinne das Herz ihresMannes schaffensfroh und seinen Geist arbeitskräftigerhalten bis über das Maß des gewöhnlichen Alters.
Von dem aber, was in der Ferne vor sich ging, in dengroßen Kunststädten, brachten alte Freunde und treueSchüler, die sich draußen angesiedelt hatten, dem Meisterimmer neue Kunde. Ant. Braith (geb. 1836), KarlEbert <1821—1885), Heinr. Schaumann <1841 bis1839), Alb. Käppis <geb. 1836) u. a. stellten sich fastalljährlich von München her bei ihm ein, wie auchTh. Schüz (geb. 1830) von Düsseldorf. Reisen nachMünchen, Wien, Brüssel, Paris gaben ihm Gelegen-heit, die Veränderungen der Kunstanschauungen, wiedie Fort- und Rückschritte der künstlerischen Technik miteigenen Augen zu sehen.
Seine Stuttgarter Werke blieben allerdings nachaußen länger verborgen, als die von München und