K. H. Schweickle
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Hoffnung, an Scheffauers Stelle als Hofbildhauer nachStuttgart zu kommen, sich nicht erfüllte. In Neapelfchuf er zwei Kolossalstatuen der Religion und desh. Ludwig für die St. Ferdinandskirche; aber auchdiese sollen nach Rehfnes einen Rückgang gegen denAmor zeigen. Außerdem findet sich nur noch ein Bas-relief an dem Sarkophage des im Jahre 1821 ver-storbenen sizilianischen Gelehrten Pietro Pisani erwähnt,das bei Nagler H beschrieben ist. Eine von dem Kron-prinzen Ludwig von Bayern bestellte Büste HerzogChristophs von Württemberg brachte Schweickle trotzlanger Geduld des Fürsten nicht fertig.
Bei einem Besuche in Neapel um das Jahr 1830fand Rehfues den Freund „nicht nur mit seiner Kunst,sondern auch mit sich selbst zerfallen"; er hatte sich indie Carbonari-Verschwörung eingelassen und wurde nachder Revolution von 1830 seines Amtes entsetzt. Miterschütterter Gesundheit und gebrochenem Lebensmute indie Heimat zurückgekehrt, starb er am 2. Juni 1833.Rehfues nennt ihn einen auch als Mensch ausgezeichnetenKünstler. Schweickle war unverheiratet. Ein Bildvon ihm kennen wir nicht; er soll ein ungewöhnlichschöner Mann gewesen sein. Karl Grüneisen rühmtein einer Grabrede, die auch sonst eine feine Charakte-ristik des Meisters enthält: „Schon in der seltenenWohlgestalt seiner äußeren Erscheinung trug er dasBild seines inneren Anrechts an das Reich der Schön-heit und der Kunst."
0 N. a. Künstler-Lex. Bd. 16 S. 183.