I. F. Leybold
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er schon im folgenden Jahre seine zahlreiche FamilieNachkommen ließ. Er mußte aber auch hier fünf Jahreden Grabstichel ruhen lassen und seinen Unterhalt mitdem Anfertigen von Miniaturbildnissen verdienen, woriner eine große, bald durch die ehrenvollsten Aufträge an-erkannte Geschicklichkeit besaß. Seine drei Söhne ließer trotz der eigenen Erfahrung von den rauhen Wegeneiner Künstlerlausbahn für die Kunst ausbilden. Als eraber dem ältesten derselben, Karl, allmälich die Minia-turenaufträge überlassen konnte, wandte er selbst sichwieder der Stecherkunst zu und beendigte die vorJahren angefangenen Platten: Der Tod des MarcusAntonius nach K. Pitz (1803) und Der Tod desKonsuls M. Papirius nach Phil. Friedr. Hetsch. Durchdiese Arbeiten kam er dem damaligen Galeriedirektordes Belvedere Füger,') der auch einst Guibals Schülergewesen war, näher. Füger hatte damals eine Reihevon Illustrationen zu Klopstocks Messias entworfen undließ einen großen Teil derselben, 12 Blätter in gr. Folio,durch Leybold stechen. An diesem Werkes haupt-sächlich hat unser Meister, der auch in Wien noch fürAlmanache und dergleichen arbeiten mußte, gezeigt, daßer ein würdiger Schüler I. G. Müllers war. Beigünstigeren äußeren Verhältnissen Hütte er sich sichereinen weit höheren Rang unter den deutschen Stechernerworben. Doch fand Leybold immerhin mit seinenArbeiten so viel Anerkmnung in Wien, daß er nachdein Tode des Direktors der Kupferstecherakademie,
0 S. o. in Nr. VI. Joh. Gotth. Müller S. 31 Amn. 1.
2) S. darüber den Aufsatz im Kunstblatt Jg. 1817 S. 69 ff.„Fügers Zeichnungen zu Klopstocks Messias".