H. Schickhardt
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seiner Vaterstadt ausgenommen. Er muß also dainalsdort ansässig gewesen sein, wie er denn auch zeit-lebens Häuser und Güter daselbst besaß. Wir sehenihn aber auch auswärts beschäftigt, so in den Jahren1588 und 1589 für die Stadt Eßlingen und imJahre 1590 mit Privatgebäuden in Rotteuburg a. N.und in Colmar. In diesem Jahre scheint ihn Beerwieder an sich gezogen zu haben. Herzog Ludwig schicktedie Beiden im Herbst nach Schiltach im Schwarzwald,einem damals württembergischen, jetzt badischen Städtchen,um die Bewohner nach einem großen Brande bei demWiederaufbau ihrer Häuser zu beraten. In herzoglichemAufträge machte Schickhardt im Jahre 1591 Grund-risse der Festungen Hohentwiel, Hohenasperg und Hohen-tübingen; von Hohentwiel auch einen perspektivischenAufriß. Als „Diener", d. h. Bauführer Beers, bauteer im Jahre 1593 am Kollegium Jllnstre zu Tübingen.
Noch in demselben Jahre sandte der Herzog denjungen Architekten nach der damals van einer Zweig-linie regierten württembergischen Grafschaft Mömpelgartl Xlontlmimrck), wo Schickhardt mit Ludwigs Nachfolgerin Württemberg, Herzog Friedrich I., in Berührung kamund bald einen großen Gönner an ihm fand. Friedrich,der seit August 1593 das Herzogtum und die Graf-schaft zusammen regierte, ließ ihn allmälich in die Stelledes alten Beer (gest. am 15. Juli 1600) einrücken undbeschäftigte ihn, baulustig wie nur einer von denwürttembergischen Fürsten, auf die mannigfachste Weise.
Um Schickhardt ganz nach Stuttgart zu ziehen,schenkte ihm sein neuer Herr im Jahre 1596 daselbsteinen Baugrund, nebst „Holz, Stein, Fenster, Ofen,