Wolle von Rheims war. Er baute sich unterFranzIan dem Bache Vievre bei Paris eine Ma-nufaktur von Teppichen. Der große Colbert,der alle Arten von Manufakturen in Frankreich z»befördern suchte, machte diese um's Jahr ib68 zueiner königlichen Anstalt, und setzte den ersten Mah-ler des Königs, Le Brun, zum Direktor an.Wenn man dieses weiß, so begreift man, warumsich unter den Gobelinstapeten so sehr viele Ge-mahlde von Le Brun finden.
Die hohen Preise und die Langsamkeit der Ar-beit machten es indeß unmöglich, daß diese Manu-faktur in kaufmännischer Hinsicht von Wichtigkeithatte werden können. Die Regierung sah sie aberals den Staat ehrend an, und unterhielt sie fürdessen Rechnung. Sie ließ junge Künstler anzie-hen, und pensionjrte die Alten. Die Tapetendienten, die königlichen Pailaste zu verzieren, oderwurden zu (Jeschenke» an auswärtige Hofe verwandt,wie zum Beispiel die, welche unter Ludwig X,Vfür den Pabst gemacht wurden, und die wir vorzwei Jahren in Hamburg sahen. (Nachdem die