Druckschrift 
2 (1806)
Entstehung
Seite
230
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merirr. Aber wer dieses niesah, istDavid, undseine Gemahlde können nie die Warme, den Aus»druck »nd das Leben haben, wie die der niederlan»dischen Mahler, die das lebendige Leben ihres Volksund ihrer Zeit darstellten. David ist genöthiget,das bewegte Leben seines Volks, das einzige, waser sieht, auf die fremde Form überzutragen; undda es sehr schwer ist, sich hierin nicht zu irren, sokommen so leicht schreiende Wdersprüche in gute undmit Sorgfalt und Studium ausgearbeitete Gemahl-de. Daher die französische Theaterstellung der Her-silia in Davids Sabinern, daher die gleichför-mige Operngruppirung in seinen Horatiern. Diesesist ein großes Gemahlde, welches David dem Er-haltungssenate geschenkt hat, und das hier aufgehan-gen ist. Die drei Horatier schwören ihrem alten Vaterden Eid, im Gefechte mit den drei Curiatiern ent-weder zu siegen oder zu sterben. Alle drei habengenau dieselbe Stellung, alle drei setzen den linkenFuß auf dieselbe Weise vor, alle drei haben dieselbeWendung der Körper. Von dieser französischenSymmetrie, die einem hierüberall in den regelrechtenGarten von Le Nostre und in den Stellungen der