Druckschrift 
2 (1806)
Entstehung
Seite
107
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würde, daß er es für Geld sehen laßt. Er sagtdaß dieses nicht neu scy, und führt als Beispiele:Jeuris unter den Griechen, Van Dyk unter denNiederländern, und West unter den Engländernan, die sich ein bedeutendes Vermögen durch dieAusstellung ihrer Meisterstücke erwarben. IeuxiShabe nachher seine Gemahlde seinem Vaterlandegeschenkt, weil sie ohnehin kein Privatmann habebezahlen können. »Und, fahrt David fort, derTragödienschreiber nimmt Geld für die Gemahldeseiner Phantasie, die er durch lebende Personendarstellen laßt, warum soll der Mahler nicht das-selbe thun? — Ist das Gemahlde verkauft, so gehtes oft in's Ausland, oder wenn es im Lande bleibt,so sieht es nur der Besitzer und wenige seiner Freun-de, und das Publikum, wenn der Besitzer liberalist, vielleicht zu Zeiten, aber dann doch nicht mitder Muße, die es bei der Ausstellung des Ge«mahldes sich um einen kleinen Preis erkauft. —Dann hat diese Ausstellung noch das Gute, daßvon der einen Seite sich der Geschmack des Pu-blikums bildet, und daß von der anderen Seite derKünstler, der> selten vom Glück begünstigt ist, un-