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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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3035-3036
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V I N

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zu beweisen c); wieder andere aber auchdes Velleii Vorgeben zu behaupten ä),welches auch seine Glaublichkeit vor sichhat, es müste denn ein oderanderer da-von nur etwas, als eine Rarität aufbe-halten haben.

a) Vellej. lib.Il.c.p. Plin. H.N. lib.XIIIl.c. 4. & '4- Petro n.c.34.

b) /. c.

c) Heins Gonf de Salas ad Pe«tron. l.c.

d) Voll! ad Vellej, l.e.

Vitium respersum war ein Wein, derbey den Sacris Nouendialibus auf dieGräber der Verstorbenen gesprengetwurde a). Es verbot zwar schon Numasolches zu thun b), worauf man ein mitwohlriechenden Dingen angemachtesGeträncke dafür nahm, das aber nach-her wiederum die Oecemulri ' unter-sagten c).

a) Fellus in Respersum Vinum.

b) Plirt. H. N. lib. XIIII. c.n.

c) Legg. XII, Tabb, Meurs de Fun.Rom. c. 2p.

Vinum spurcum war, dergleichen zuden Opfern nicht mitgenommen werdendurfte. Es hieß aber so aller Wein, dernicht rein, sondern mit Wasser vermischt,oder der am Feuer gewesen und abgesot-ten worden, oder auch der noch nicht ge-brauset halte s). Andere zehlen auchden Wein dazu, der von einem Wein-Stocke gekommen, den der Blitz berüh-ret, oder unbeschnitten ist, oder bey demsich ein Mensch geschlagen, oder dessenTrauben mit verwundeten Füssen getre-ten, oder auf der Presse behauen wor-den, oder auf den was unreines vonoben herab gefallen war, wie auch allerGriechischer Wein, weil sich unter demsel-den Wasser mit befunden haben soll b).

a) Festus /»Spurcumvinum. Jsidor.lib. II. c. 3. Laurent. Var. Sacr.genti l. c.ip. Lhcer, ad I'. l.c.

b) Plin. II N. lib. XIIII. c. >0.

Vinum vetus nouttm hieß der Most,den

man an den Medicrinaübus fronet, alsan denen man, was man das Jahr vomWeine erbauet halte, zuerst kostete, undzur guten Vorbedeutung darzu sagte:Vetus nonum vinum bibo, veteri nouomorbo medeor , Wie denn von dieser Rc-

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de auch der Name der DexMedritina ent-standen seyn soll a). Denn weil der alte 1

Wein gesund, der junge aber es nicht seyn ^

soll, ncnnte man diesen auch alt, damit er V*,"!so gesund, als dergleichen wircklich j»seyn möchte^ doch hieß man ihn auch ^nouum mit, weil man die Götter vielleichtso offenbarnicht belügen wolte.

a) Festuä in Meditrinalia.

VIO C VRI waren soviel, als was ^

sonst Curatores Viarum hiessen, so daher «faßnachzusehen. Indessen ist dieser Nahmevon Via und eben soviel a), obwohl ifjjjßnicht so gebräuchlich. L

a) V art.de L.L. lib. IHI.c.t.

Vipsania Gens, s Gens.

ViRBIVS war ber in einen Gottverwandelte Sohn des Thesei Hippo. *,lytus, f.Lex. Mytbol. /»Virbius. ß"' 1

VIRGA war eigentlich die Spitze

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zlt.

von einem Zweige, oder Ast einesBaums, und mithin, was man itzo eineSpitz-Ruche heisst. Mir dergleichentrieb man die Pferde a), undMaul-Thie-re an b) Icnctcte auch wohl erstere, oh-ne alle Zaume, bloß mit solchen c). Al« 'sha.lein, da man auch mit Virgis dieDerbre«chek gestraft, will sich nicht finden, ob eseine Art von Spitz-Ruthen, oder zusam«

Me gebundene Ruthen, wie etwa itzo dieStaubbesen zu seyn pflegen,gewesen find. ^Indessen wurde zu Rom die Fremder, da-mit bestraft, so keine Römischen Bürgerwaren d), weil diese, nach des P. PorciiL*c* Gesetze, damit nicht angegriffenwerden durften,welchesGesetz daher auchGato das Gesetz pro scapulis o), LiuiusLegern pro tergo ciuitim genannt f).Dennoch kamen sie unter den Kaysern ^wieder auftund wurden insonderheit die« 1jenigen, so mit einer VelHlifchenJung-fer sich vergangen hatten, in dem Comi- ^tio damit gepeikschet, bisstecrepirtmg); jj^' 1sonst aber Missthäter darzu nackt aus-gezogen, der Kopf ihnen auf besondere

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Stifts

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Art in eine Gabel befestiget, sie sodann

öffentlich ausgeführet/und darbey ge«peitschet h), und auch andererVerbrechenhalber bis auf den Tod i). Soldaten, so ih-re Stelle verlassen, bekamen die Virgas, ^wurden auch wohl noch dazu zu Sclaven /verkauft k), und hiess»sie hierbcyaller-dinas eine herbere Strafe, als der Fußn

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