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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
2887-2888
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1887 TRO

d) Flor. lib. III. c. 2.

e) Tac. Anna/. lib. II. c. 22.

f) Nardin. Ram.antic. lib. IIII. c. 2.

g) Donat, de Vrbe Roma lib. III. c. /0.

h) Thucyd. Plutarch. alii ap. Pfeiff.Antiqu.Gr. lib, III, c.26. it. Alex,ab Alex. lib. I. c. 22. & ad eumTiraquellus /. c.

i) Pausan. Boent, c. 40.TROSSVLI waren so viel/ als

die Römischen Ritter, welche diesen Nah.men bekamen, da sie die Stadt Trofflt -lum, in Tuscicn, ohne Beyhülfe einigesFuß-Volcks eroberten a). Weil ihnaber auch einige von dem GriechischenWorte rfoTo-is herleiteten, welches einendelicaten zärtlichen Menschen bedeu-tet, schämeten sich mit der Zeit solchesNahmens die Ritter. Daher er auch,sofern er Ritter bedeutete, wieder ab.kam b), ob er wohl blieb, sofern er zart-liehe Leute bemerckete c).

a) Feftus in Trossuli.

b) Plin. IIN. lib. XXXIII. c.2.

c) Senec. Epist. 88- & Salmas adLamprid. Comrnod. c. 2.

TRVA war ein grosser Kuchen-Löffel, womit man das Essen in denTöpfen beym kochen umrührcte.

Titinn. ap. Non. c. IIII. n. 47.TRVLLA war eine etwas liesseTrinck-Schaale bey den Römern, auchwohl von Golde a) , oder aus einem E«delgesteine b), oder von Porcellain(tnurrbina) oder Crystalle, dergleicheneine eben nicht allzureiche Frau für150000 Sestertie», oder für mehr als4000 Thalern bezahlet« c). Sonstaber war es auch ein Geschirr, dasmanin den Nacht. Stuhl setzte, dergleichenaber man aus Üppigkeit dennoch auchwohl von Korinthischem Ertzte hatte d).So war es auch eine Art eines Trich-ters e), und auch so viel, als was manitzo eine Mauer-Kelle heist 5 ).

a) luuenal. Sät. III. v. /0 8.

b) Cic. Verr.IIII. c.27.

c) Plin. II. N. lib. XXXVII. c. 2.

d) Id. ibid. lib. XXXIIII. c. /.

e) Dempster. ad Rostn. lib. V. c. 30.

f) Pallad. lib. I. c. /3.

TVBA, eine Trompete, war ein

T V B 1888

Musicalisches Instrument von Ertzte, ! j '^allein gerade aus und vorn mit einem f' 1weiten Ausgange a), wie unsere teut-schen Schalmeyen, in die aber etwas -W 1von Horn gesteckt wurde, so vermuth.lich ein dergleichen Mundstück war b).Ihrer sollen aber bis 6 Arten gewesen fl ^seyn c), und wurden sie gebraucht im illKriege d) ; bey den Leichen e); beyden st^Schau-Spielen s); und auch beydenOpfern g). Sie soll zuerst von denTyrrhcnern oder Tusciern, und insonder. hWhcik von deren Generale, l^eleo.erfun-den worden seyn h), wiewohl andereden Erfinder auch Pifium nennen i).Allein solches Vorgeben fallt damir weg, faLt.daß dergleichen von Silber schon Moses [dbverfertigen lassen k), wie sie denn da-her auch häufig bey dem Jüdischen Gok-tesdienste mit gebraucht worden; allein,wie man will, nie unter 2 und auch nichtmehr als 120 auf einmahl 1), man wolle ., ^denn glauben, daß die Jüdischen was. ^anders als dieRömischcn gewesen, wie.,>^jwohl sie doch der Beschreibung nach, ^auch ziemlich übcrein kommen, da dieJüdischen ebenfalls gleichaus gegan-gen, vorn weit und am Munde enge, al-lein noch keine Elle lang, indessen aus I.Leinem Stück Silber und von ziemlicher fssEtstrcke getrieben gewesen m). Deren ,soll Salomon hernach bey dem Tempel 1200000 machen lassen n), obwohl nie. TyJ 1mand, als allein die Priester darauff'®blasen durften o), so ordentlich alle Tage2i mahl geschahe, als 3 mahl bey Er-össnung der Thore, 9 mahl, beym Mor- M01gen-und 9 mahl beym Abend- und .7^1Tranck-Opfer, sonst aber auch bey an« ^dern Gelegenheiten vielfältig mehr p). 'jfenuDie alten Teutschen bedienten sich der« jwtnd)selben im Kriege auch g), und weil sie dhßsolche insonderheit mit vollem Maulebliesen, machten sie ein gar greuliches f&Fiß;Lermen damit r). Wie denn auch der . 5 pci, Mberuffene grosse Roland in den mittlernZeiten dergleichen vonElfenbcinegehabthaben soll, damit er blasen können, daß ^.man es gantzer 8 Meilen weit hat ho>ren können, die aber endlich auch da- ^ >von, wie ihm die Adern am Halse zer«sprungen s), si credere fas est. ^