Druckschrift 
Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
Seite
2121-2122
Einzelbild herunterladen
 

tyl)

n #Hj,

tam

*i 6)ttitbtc«Jlti.f)bi{

Ä».

anu,

«ai«*

'Ut,

Hik

Ater

sm|<

ili».

ßl»

mit,

rti<

Um

i unbH;H>K/

«jit

§ii'

iK

iit«

itftti

B'

:dft/

'iW'

I#

ii e).

it.

usi 1

Jf

Nachkommen der ersten iso Raths«HerreN/ welche Kumulus erwehleke, dieWer auch Patricii maiorum gentiumWessen; wogegen deren Kinder undNachkommen, welche Brutus nach Der«jaaung des Tarquinii Superbi erwehle«(e Patricii minorum gentium genanntmürben ; der Raths«Herren ihre Nach«(ortimen aber, die zwischen benanntendeyden waren erwehlek worden, hies-sen in regzrä der altern Patricii mino-rum gentium , in regard der Nüchfol-jenben aber aud) Patricii maiorum gen-ium a). Sie waren also so viel alsjtzo die Patricii in den Reichs Städten,oder auch überhaupt als Edelleute, wiedie plebeii eigentliche Bürger nach itzi«gerBedeutung dieses Worts, da sie sonstdennoch beyde zusamme auch Ciues Re-mmi hiessen. Jedoch war wieder wasanders Homo nobilis, als dergleichenauch ein Plebeins seyn fünf«, wenn ereinen Magistratum curulem verwaltethatte, wie hingegen ein patricius auchlein nobilis war, wenn er zu dergleichenWen«Stelle nicht gelanget war b).Öi>aber nun Kumulus schon beyde Ar-ien seiner Bürger damit zu verknüpfensachte, daß die Patricii der plebeiorumPatrone, diese aber jener Clienten seynselten, wobey jene diesen in Rechts« Sa-chen beystehcn und sonst Schutz leisten,die klebest aber jene beym Aus - undHeim« Gehen begleiten- ihnen bey Aus«stattung der Töchter mit Gelde beyste-hen, keines von beyden aber den an-dern anklagen, oder nur wider ihn zeu-gen, oder bey Anhaltung um ein Ehren-amt ihm mit feiner Stimme entstehendurffte und was dergleichen mehr war,wo er nicht für einen Verrather gehal-ten und ungeahndet hingerichtet seynwolle c); jedennoch stieg die Verbit-terung zwischen beyden oft zum höchstenand bey nahe zum Ruin des gemeinenLesens, weil die Patricii zu hochmükhigwurden und ben Plebem als ihreScla«® :n ktackiren wölken. Wenigstens wol->en sie diesen zu keinem der höher» Eh-«n.Aemter komme», noch insonderheitnch mit ihnen verheyrathen, bis endlichwnuleius UNd C.Licinius durch einelenderes Gesetz die Herren Patricio*

P A T riL

ziemlich herunter setzten und die Plebe! osihnen bey nahe gleich machten d). Un-ter den Griechischen Kaysern war derPatricias eine besondere Ehren - Staffel,und wurde einer besonders zu derglei-chen durch ein Kayserlich Diploma er-hoben e). Es soll dergleichen zuerstOptatus von dem Constantino M. er-halten haben f). Ein dergleichen Pa-tricius war noch über dem Praefecto Prae-torio g) , den Bischöfen h), und selbstdem Patriarchen gleich, wenigstens dieallernächsten nach den Kaysern i). Wennaber denn einer darzu erhoben wurde,küssete er dem Kayser erst die Füsse,sodenndie Knie, und endlich ihn selbst, ferneralle herumstehende Römer, welche dennzu ihm sagten : Beneueniatis &c. wor«auf der Kayser ihm einen Mantel um-legte, einen Ring an den Zeige-Fingerder rechten Hand steckete, ein auf sei-denes Papier mit eigener Hand geschrie-benes Diplom» gab, des Inhalts : EfloPatrisius misericors & iustns ; einengüldenen Ring auf den Kopff setzte undsodenn wieder gehen ließ k). Und rüh-rete die Hoheit dieser Patriciorum da-her, weil sie gleichsam für

oder Väter der Kayser angesehen wer-den sollen I). Es waren aber hierbeydie Patricii auch Stathalter in Siechen,Calabrien u. s. f. wie auch selbst zuRom die Patricii Romanorum hiessen,zu dergleichen denn auch die Römer denCarolum M. machten, nachdem sie sichvon den Griechischen Kaysern und denLongobarden befreyet, bis endlich PabstLeo ihn dafür A. C. 801 selbst zum Kay.ser krönete m).

a) Sigon, de Notn, Rom. c. 6. idem daJur. Ant. C. R. lib. I. c. 7.

b) Grsev. Praß ad Tom. I, Antiqu.Rom.

c) Sigon./.c. Manut. de Senat. Rom.c. 1.

d) Sigon. 1 . c. Alex. ab Alex. lib. VI.c. 24. & ad ettm Tiraquell. /. c.

e) Suid. in

f) Zosim . lib.il. c. 40.

g) Id. I c.

h) Luitprand. ap. Pitilc. b. t.

i) Warnefr. de Reb. Eccleßc.p. Fresn.Glojf.Lat. b. t.

Zkxp Z k)Paull