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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1923-1924
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1 95

MON

MOR

a) Propert. lib. Illi. Eleg. 4. v.94.

b) Liv. üb. I. c. ii.

c) Plucarch. in Romulo c.if.

Mons Testaceus war ein Berg in einer

ebenen Gegend der Xlll. Regiern derStadt Rom, der sonst auch Doliolumgenannt wurde a). Er ist bis ietzo nochZU Rom zu sehen UNd heist il Mimte Te-st accio, soll anbey eine halbe teutscheMeile im Umkreise halten, 160 Fuß hochseyn, und dennoch aus lauter zusammegeworfenen Scherbeln oder testis ent-standemseyn b). Allein wo der unge-heuere Haufe Scherbe! zusamme her ge-kommen sey, fragt es sich billig, weilman sie aus dem so weitlaufftigen Romnicht alle eben an diesen Ort zusammegetragen haben wird. Einige geben al-so alber gnug vor, daß man den Tributaus allen Ländern in irdenen Befassennach Rom gebracht, und wenn solcherausgezahlet gewefen, habe man die Ge«fässe an diesem Orte zerbrochen und übereinander hin geworfen c). Andere wol-len, es haben die Töpfer ingesamt we-gen Nahe der Tiber in dieser Gegend ge-wöhnet, und was ihnen von ihrer Arbeitverdorben, dahin zusamme geworfen;noch andere, daß man dergleichen vonden vielen Gefäßen, darinne man ehe-den an siat unserer höltzernen, den Weinund anders gehabt, die Scherbe! da zu-summe gebracht, weil man dergleichenin die Tiber nicht werfen dürfen d).Allein ob endlich wohl in so viel Jah-ren aus einer so grossen Stadt so vielScherbe! haben zusamme kommen kön-nen, so bleibet doch der Zweifel, daß mansie von allen Orten und Ende» her ofteine halbe bis gantze Meile durch ande-re Gassen , werde eben dahin getragenund gefahren haben, da sie viel ehe zuden nahe gelegenen Thoren hinaus ge-bracht werden können, vor deren keinemaber dennoch auch dergleichen Berg er-wachsen ist. Und wer hat sie denn auch sohoch aufgelhürmt, nian mäste sie denn mitSchieb-Karren, oder sonst mir Fleiß sohoch aufgeführet haben. Allein, da manjetziger Zeit Keller, den Wein frisch zubehalten, dahinein grabet, und dennochkeine andere Scherbel heraus bringet,als die von Vrnis oder Todren-Topfen

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zu seyn scheinen, glaubekman, daß mandie Stücken davon in dieser Gegend w.samme gebracht habe; weil man sie ausHochachten gegen die Verstorbenen nichthin und her zerstreuen wollen, wie manietzo etwan mit den Gebeinen der Ver.siorbencn auch thut e).

a) P. Victor Reg. XIII. ap. Nardin,lib.VU.c.7.

b) Franzin. Rom. ant. fig. c.u.

c) Ap. emnd. l.c.

d) Nardin .l.c.cap.p.

e) Millbn. Itiner. Ital. Epiß. s-j.Donat, de V. R. lib. 111. c.13.

Mons Vaticanus, s. Vaticanus Mons.

Mons Viminalis war einer von den7 Haupt-Bergen zu Rom, der seinenNahmen von den vielen Viminibus , oderGerten hat, die ehemahls auf ihm stun-den; oder auch von dem Altare desIouis Viminei, so auch auf ihm zu sehenwar a). Er wurde von dem 8 eruioTullio mit zur Stadt gezogen b), understreckte sich von Morgen zwischen denbeyden Bergen, dem Quirinali undEsquilino, gegen Abend in die Stadthinein, iedoch nicht so weit als besagtebeyde, ist auch viel schmahler, als solche,mit denen er aber doch auch dort bey derPorta Viminali, ietzo Pia, hier aber beyder Gabiuja zusamme kömmt. Auf ihmsiehet sonst die jetzige schöne Kirchedi Santo Lorenzo in Panijperua , undda Sixtus V. die tiefen Thäler zwischenihm und den angelegenen Bergen aus-füllen lassen, um eine gerade Strasseüber ihn mit hinweg von der Kirchedi Maria Maggiore bis ja der Kirchedella SS. Trinitä de' Monti zu haben,ist dasige Gegend noch eine der schönstenin dem eigentlichen alten Rome; alleinweiter Hinauswerts , nach den Thorchzu auch meist alles nur voller Gartenund Weinberge c).

a) Varro de L. L. üb. IIII. cap- S-Festus in Viminalis.

b) Liv. lib. I. c. 44.

c) Franzin. Rom. ant. e mod. p-43 h

MONT 1 NVS war ein Gott derBerge. s. Lex. Mytbol. in Monrinus.

MORA, Gr. , f- M'st *, warein Troupp Soldaten bey den Laceda-moniern von 500, oder, nach andern,

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