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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1369-1370
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Tempeln des lani zu vermengen g); daaber auch hin und wieder des lani sum-mi, medii UN» infimi gedacht wird h ),halten solches manche für eine Gasse zuRom, so in den obersten, mittelsten unduntersten Theil getheilet worden i), undvielleicht auch auf jedem Theile ihrenlanum gehabt hat, andere hingegenglauben, es haben 3 Statuen des laniauf dem koro Romano gestanden, diealso von einander unterschieden wor-den k).

a) Borrich. de Ant. Fac. V. R. c. 6. §. g.

b j Donat de V. R. lib. II. c. 26.

c) P. Victor ap. Panuin. ffs hic ap.Rosin. lib.I. c.ti.

d) Pitisc. b. t.

e) P. Vict. Reg. VIIL apud Nardin.lib. V. c. /.

f) Id. ap. Panuin. I. c.

g) Nardin. lib.I. c.p.

h) Horat. libr. I. Ep. /. n. j 4. Cic. deOff. lib. II. c. 2/.

i) Donat. I. c.

k) Borrich. I. c. Liv. lib. XXXIXI.c. 32.

IBIb war «in Vogel, fast wie einStorch, doch schwächlich, den die Egyp-ter göttlich verehreten, weil sie durch lder-gleichen von der lüde ehemahls von einerfürchterlichen Menge Schlangen warenbefreyet worden. Es stund daher dasLeben darauf, wenn einer dergleichenVogel tödtete a). Und weil dieser Vo-gel auch aus keinen giftigen oder unrei-nen Wasser zu sauffen geglaubet wurde,reinigten oder lukrirten sich auch dieEgypkischen Pfaffen aus keinen, als ausdem sie einen ibin trincken gesehen d).Von ihm soll man auch die Clystire zubrauchen erlernet haben, weil er, wenner hartleibig ist, den Schnabel voll Was-fer nehmen, sich denselben in denHintern stecken, und sich also Luft ma-chen soll c). So will man auch, daßman von seiner Gestalt die meisten Buch-staben, von seinen mannigfaltigen Stel-lungen und Wirckungen aber die Geo-metrie erfunden habe d).

a) Herodot. isf alii ap. Vofll Theol.Gentil. lib. III. c./oo.

b) Aeiian. H. A. lib. VII. c. 43.

c) ,'lin. H. N. lib, VI11, c.2j.

d) Kircher. ap, Schretgcn. in Ibis.

1370

IDAEA ist ingemein so viel als dieCybele. s. Lex. Mythol. in ldxa,sed&pro Cereris legas ibi ( ybeles.

IDAEI DACTYLI waren be-sondere Gaucklcr, welche endlich göttlichverehret wurden, s. Lex. Mythol. in Da-ctyli Idaei.

I D O L V M war ein Bild von Holtz,Stein, Silber, Golde u.d.g. welches ei-nen Menschen, ordentliches Thier, oderauch besonderes Wunder-Thier vorstelle«te, und von thörichten Menschen göttlichverehret wurde. Es wurde aber, ehe esverehret werden kunte, erfodert, daß eserst ausgeputzt, geheiliget, und eine ge-wisse Einweihungs-Formel darzu ge-sprechen werd« a). Anfangs zwar wur-den nur blosse unausgearbcitete Steinedarzu ausersehen, daher auch ie un.förmlicher dergleichen 8tatua aussähe,ie älter und desto verehrungswürdigerschien er zu seyn b); jedoch glaubt man,daß alle das Unwesen seinen Ursprungaus Egypten genommen habe c), ob essich wohl schon vor der Sündgurh, un-ter dem Enos, angefangen bat, wennanders die Worte ;u ver Zeit siengman an ;u predigen von des ZerrenNahmen d), richtiger gegeben werden,zu ver Zeit fieng man an zuentheilisgen, indem man anrieff in dem Nah-men des Herrn, nehmlich, ander«Dinge, als Gott e) % Wenigstens aberhaben sie doch die Jüden von den Egyp-tern entlehnet, und sich damit insonderheitauf 4 Arten schon in der Wüsten ver-gangen, da sie nemlich das güldene&«lb, nach dem Apide der Egypter,machten f); den Sicdur und Chium g);und den verehreten h). Nach

welcher Zeit sie denn auch die Thera-phirns , den Moloch, Baal-Beritb , dieAfiaroth, den Baal-Zebub, bwMipblezet

und andere zu Göttern und Göttinnenannahmen, ungeacht doch die Steini-gung darauf stund i), auch ein jederanderer Jude einen solchen Abgötter sofort auf frischer That eigenmächtig hin-richten kunte k). Allein von den Egyp-tern nahmen die Jdololarrie auch diePhrenici« 1 und andere Asianer an, vondiesen die Griechen I), von den Griechenund wieder den Asianern die Lateiner

und