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GER AH war eine Silber-Müntzebey dcnJüden, und zwar der zwanzig-ste Theil eines Seckcls, mithin, nachunserm Gelde, 7^ Pfennig.
Exod. XXX, /3. Goodwin. Mas. &Aar. lib. VI. c. p. K. 3- Iken. An-tiqu. Hehr. P. II. c. 8. §, 36.
G E S T A s IO hieß eine Bewegungdes Leibes, und solle für Gesunde undKrancke gut seyn a), indem sie sich voneinigen Knechten in einem Trag Stuhle«ine Zeit lang herum tragen liessen. Eswaren darzu sonderlich auf den Land-Eüthern besondere Platze bestimmet, soauch Geßationes hiessen, welche mannicht nur ebnete, sondern auch mitBuchsbaume, oder in dessen Ermange-lung mit Roßmarin einfasscte b), auchsonst den Augen angenehm zu machensuchte.
3) Celsus lib. II. c. /;.
b) Plin lib. 11 . Epiß. /7.
GLADIATORES waren Fech.1er, die mit einander aufLeib und Lebenkämpfen musten, umdem Volcke also eineLust zu machen. Es hatten die schnödeWeise dieRömer von den Etruriern ange-nommen a), und diese von den Griechenb), Und zwar wurden dergleichen erstnur bey vornehmen Leichen aufgeführet,welches M. und D. Brutus A. V- 490bey dem Begräbnisse ihres Vaters an-fiengen c). Hernach aber geschahe esbey allen, da man nur das Geld darzuhakte. Wie denn auch daher es inge-mein in den Testamenten mit gesagtwurde, wie viel Par man solle kämpfenlass» d), Und da solches nicht gescha-he, foderte es der Pöbel auch wohl selbst« 0 - Nach der Zeit wurde es mode,daßman sie auch bey den Gast Geboten mitaufführete, da währender Mahlzeit diesesich in dem Speise-Zimmer mit herumbalgeten, es auch wohl eher kam, daßdas Blut von ihnen mit auf den Tischfprützere, welches alles aber doch fürdie Römer eine besondere Lust hieß f).Indessen waren diese Fechter entwedergezwungene, oder freywillige. Jeneswaren Knechte und Gefangene; diesehingegen freye Leute, die aber entwederaus Begierde einen Ruhm ihrer Tapfer-keit zu erlangen, oder auch ein Stück
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Geld zu verdienen, zu dergleichen Käm-pfen sich mit gebrauchen liessen g„ Wieden» nicht nur Ritter und Raths Herren,zumahlm den Kayfern zu gefallen, der-gleichen thaten; sondern auch selbstvornehmes Frauen-Volck h). Was aber«igentlicde Gladiatores ,. oder zu diesemUnwesen veruitheilete Leute waren, diewurden daheim von ihren Lanistis, alsFechtmeistern, unterwiesen, wobey siegut gefüttert wurden, damit sie destostarcker und geschickter zum Fechten wer-den möchten i). S>e waren aber ent-weder Secutores, deren Massen wa-ren ein Helm, Schild und Schweröl oderStreit-Kolbc k) ; ober Retiarii , dieeinWurff Ncy und Fusdnam oder drey«zackichte Gabel halte und mit jenem ihrenGegner zu fangen, mit dieser aber so»dann nieder zu stechen suchten, da sie aberim Werfen fehleren, aus> issen, und vondem andern verfolgt wurden der dabereben Secutor hieß, bis jener sein N tz imLausten wieder zum Wur^e zu rechte ge-macht hatte I); oder Threces, welcheeinen kleinen Schild und krummen Lolchhatten m); oder Mirmillones , welcheauf dem Helme einen Fisch hatten, und,da sie mit einem Reriarik, zusamme ge-riechen, rief dieser: Non te peto , pi-scem peto , quid tne fugis , Galle n ) ?oder Samnites, die auch Hoplomachihiessen, welche ihren Schild, valreum,Ocream am lincken Beine, und Helmmit einem Feder-Busche hatten 0);oder Ejfedarii, so auf e (Teiis oder Kampf-Wagen fochten p) ; obex Andabata, diezu Pferde, allein mit verbundenen Augenkämpften tj); oder Dimachari, die mit2 Schwerdtern fochten r) ; oder Laque-arii , die einen Strick führeten, ihrenFeind damit zu fangen s). Noch wei-ter aber waren sie
Gladiatores beßiarii, die mit bettWilden Bestien kämpfen musten o;
Gladiatores bußiarii , welche beyden bustis, oder, da einer verbranntwurde, fechte» musten u);
Gladiatores cateruarii,wd(I)e&d)<iov*weife mit einander fochten, und nichtnur par und par, wie eö sonst invoewar w);
Gladiatores consummati , welchesSs z alte