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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1261-1262
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Delinqvent das Qver-Holtzindem Na«cken gehabt, die Arme aber an die bey«den Seiten Höltzer angebunden, undder Rücken mithin zu den Schlägen ziem-lich frey gewesen, zumahl er damit ziem-lich gebückt gehen, und den Rücken destobesser zun Schlagen darstrecken müssen.Da auch dergleichen Furca vielleichtziemlich starck und schwer gewesen, kaneiner auch daran zu tragen gehabt ha-ben, wenn er auch schon nicht darzu ge-peitscht worden ist f). Wenigstenskömmt solche Furca unsern Galgen ziem-lich gleich, und heißt von ihr sonst Fur-cifer, Gr. h*fx>o$igcf, einer, so derglei-chen auf diese oder jene Art tragen mu-sie gl

a) Varro de L. L. lib. HU. c. 24.

b) Hesych. in A/*p««i«.

c) Liv. lib. XXVl il. c. 3. Suid. apudLips. Po hure. lib. V.Dial.j. Pitisc.h.t.

d) Donat, ad Ter. Andr. A6i. III.Sc. v. /2.

e) Dion, Halic. lib. VII.

f) Liptius de Cruce lib. III. c. 4. &alii ap. Pitisc. in Furca.

g) Donat. & GloiF vett. apudVoff.Etymul. in Furca.

Furfania Gens, s. Gens.

Furia Gens, f. Gens.

Furia Lex , s. Lex.

FVRIAE waren die höllischen Pla-ge-Göttinnen, Alecto, Megaera undTisiphone, s. Lex. Mytbol. in Furi*.

FVR IN A, eine Göttin der Römer,von der sie aber selbst nickt wüsten, wasfür eine sie gewesen, ausser daß sie dochauf eine Furie damit rathen.

Varr. de L. L. lib. V c.3. Gic. de N. D.üb. III. c. /8.

F VRlI§ A L IA waren ein Fest mirbemeldetcr Göttin, welches den 24 lu-lii einfiel.

Varr. de L. L. lib. V. c. 3.

FVRNVS, ein Back-Ofen, warauch bey den Römern bekannt und ge-nuin a), und will man die Erfindungdavon einem Anno in Cgypten zuschrei-ben b). Da man sonst das Brodt inheissen Scherbeln und in der Asche geba-cken habe c); so alt auch schon die Back-Oefen sind d).

. a) Horat. üb. I. Epiß. 2. v. 12.

b) Suidas in Knut.

c) Senec. Epiß. po.

d) Gen. XV, 16.

Furtum, s Für.

FVSTIBALVS war eine Art ei-ner Schleuder, da diese von Leder an ei-nen Stecken 4 Fuß lang angemacht war,sodenn mit beyden Handen angegriffenund die Steine also mit grosser Gewaltfortgetrieben wurden.

Veget, lib. III. cap.14. Lips Poliere,lib. II 11 . Dial. 3. ap. Pitisc h. t.

FVSTIGATIO, f Fustuarium,war eine Strafe auch bey den Juden,da einer mit Ruthen nach des RichtersErkanntniß viel oder wenig geschlagenwurde, jedoch mehr ausserdem GelobtenLande, als in demselben, und zwar in-sonderheit wegen Übertretung der Aufsä-tze der Aeltcsten. Man hieß esinsonder«hkit Verberationem contumaciae und klin-ke sofern geschehen, daß einer auch wohldarüber crepirke.

Uten. Antiqu. Hehr. P. II. c. f. §. 34.

Bey den Römern aber war es in-sonderheit eine Strafe der Soldaten, daein Hauptmann einen Verbrecher mit ei-nem Stecken etwas weniges berührte,sodenn aber, wer von Soldaten im La-ger war, mit Prügeln und Steinen aufihn zu handlhierete, daß die meisten so-fort im Lager blieben, da sie aber ja vorsolches hinaus kamen, weiter zwar nichtverfolget, iedoch aber auch nicht einmahlvon den nächsten Freunden wieder auf-genommen wurden, und also doch auchumkommen, oder im Elende unzherschweifen musten a). Die Ursachen sol-cher Bestrafung waren, wenn einer imLager waS gestohlen hatte; wenn ermeyncidig befunden worden; wenn ersich zur Sodomiterey brauchen lassen;und endlich, wenn er eines begangenenVerbrechens schon dreymahl war schul-dig befunden worden b); Ferner wenner, eine Belohnung zu erhalten, sich fälsch-lich einer besondern That bey den Tri-bunis gerühmet; feine Posten oder Wa-che verlassen; und feine Waffen oderauch nur etwas davon in der Schlachtaus Furcht weggeworfen halte c). Sol-che Art der Strafe soll, nach einigen,Rr 4 zuerst