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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1201-1202
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F O E

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»20! F L V

e) Tac .Annal. lib.XHLc.6i: Hiftor.lib. II. c. ff.

Fiumenuna Porta, s. Porta.

F L V O NIA war eine Göttin überdie Monats-Zeit des Frauen-Volcks.f. l.ex Mytbel. in Fluonia.

FLYNS, Hlmtz, Flinßus , war einAbgott ver alten Obotrilcn-Wenden, inder Lausitz. Er war gebildet wie derTod, icdoch mit einem grossen und lan-gen Talar oder Mantel um sich, wobeyer in der rechten Hand einen langenStab mit einer langen aufgeblasenenSchweins-Blase oben darauf, auf derlincken Schulter aber einen Löwen ste-hen hatte, d trüber dessen Kopf hervor-ragete. Er selbst aber stund auf einemgrossen Kiesel-Steine, dergleichen in derSächsischen Sprache auch Fliny heisset.Man will, er habe den V,ß/an ot>eiViqilauw, einen alten König der Fleruler undOdotritcn, vorgestellet, der die SueuosSenones aus der Gegend der jetzigenMarck Brandenburg vertrieben habensolla). DiebcmeldeteSchwcins-Blasehaben manche auch für einen BüschelReiß, andere füreine brennende Fackel an-gesehen, und soll solches Götzeu-Bild end-lich der Kayser Lothmius und ErtzbischofAvelgott von Magdeburg zerstörethaben b).

a) Chron. Sax. & Holßat. item Nie.Mareschallus apud Sched. deDiisGerm. Syngramm. III. c. y.

b) Schmelz. Diff de Idol. vet. Mi-ßiic. tz, iy. fö Grosser. Hißor. L11-ßat. P. II. pag, 4. apud Schcetgen.h. t.

Foevs, der Herd, worauf manin den Küchen kochet, war den Laribusgewidmet a), denen daher auch bestän-dig ein Topf mit Kraut-Gemüse daraufaufgesetzet wurde b). Zur Trauer-Zeit,wenn jemand im Hause gestorben war,wurde kein Feuer darauf gemacht c),und, da sich also die Alten focum peren-nem wünschten, troffen sie, daß niemandbey ihnen sterben möchte, und sie also dasFeuer ausgehen zu lassen, nicht gemüs-siget würden ä).

a) Pitisc. in Focus.

b) Prudent. Perißepb. Hymn. X.

V . t6i. .

c) Schol. vet. ad luuenal. Sät. III,v. 214.

d) M jrrial. libr. X. Epigr. 47. v. 4.Meurs de Funer.c.40. Kirchmann.de Funer. Rorn. lib. 1 III. c. 2/. ap.Pitisc / c.

FOEDVS, Bündnisi, wurde auchvon den Jüden mit andern Vöickern ge-macht, iedoch aber war es ihnen erstlichverboten, vergleiche nicht mit den Canani-kern einzugehen a). So war es Gottauch zuwider, wenn sie dergleichen mitandern machten , um Hülfe von ihnenzuhaben b); da sie aber ein erlaubtesgemacht hatten, waren sie auch schuldig,es heilig zu halten, weil Gott ingemeinals Zeuge und Rächer der Übertretungdesselben angeruffen wurde e). Wie denndergleichen meistens auch mit einem Eidebestätiget, oder doch unter Anruffung desNahmens Gottes geschlossen wurde d).Sonst aber trug man den Inhalt dessel-ben einander kurtz, treulich und ohneBetrug vor e), gab einander die rechtenHände darauf k); schlachtete auch wohlein Thier darbey, und besprengetc ein-ander mit dessen Blute g), zcrtheiletedann und wann dieselben, und giengzwischen den Theilen hin h), rnlcbeWeise sehr alt ist 1); stellete aber auchzum Zeichen guter Freundschaft undVertraulichkeit Gastmahle zusamme ank), und richtete zum Andencken und Er-innerung der Dinge besondere Denck-mahle auf, gab auch den Orten, wo einBündniß errichtet worden, besondereNahmen daher I).

a) Exod. XXIII, 32. XXXXIIII,i2.

b) Hof XII, 2.

c) Ezech. XVII, es. Iof VIII1,16.

d) Gen. XX 1,23. XXVI, 2$.

e) Gen. l.c.

f) Ezech. XVII, ,8.

g) Exod XXIIII,g.

h) let.XXXIIII,,8. 70 .

i) Gen. XV, 0. ,0.

k) Gen XXVI, 30. XXXI, 46. Exod.XXilll, ,2.

l) Gen. XXI, 3,. XXXI, 46- Iken. An-ti qu. Hebt-. P. JI. cap. q. §.j7.Goodwin. Dißert. de TheocratiaIsrael. §.§.

Bey den Griechen wurden sie schrift-Pp 5 sich