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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1071-1072
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c) Tertull. adv. Valentin, ap. PfeifF.Antiqu. Gr. lib. I. c. 43.

EPOSTRACISMVS, Gr.

w, war ein Spiel der Knaben bey denGriechen, da sie einen flachen Scherbe!,Schiefer u. d. g nahmen, und ihn also aufdemWasser hinwürfen daß creklichemahlwieder aufsprung. Und wessen Scherbe!nun solches am meisten that, hatte ge>Wonnen a). Dergleichen Spiel bey un-sern Buben auch noch bis itzo üblich ist,welches ste an einigen Orten vicklingeftecben, an andern aber Bmrer-Päm-men schmieren heissen.

g) Pollux Üb. VIIII. c.y. Pseiff. An-tiqu. Gr. lib. IIII. c. 41.

EppiaGens, s. Gens

Epulas , s Ccena, item Conuiuium,& Epulum.

EPVLONES waren eine Art Prie-ster bey den Römern, welche die Epulasoder Gastmahle für die Götter veran-stalten musten a). Ihrer wurden zuerstA. V. 5s8 drey eingesetzt b) ; woraufihrer 5, und endlich in allen 7 wurdenc), da man glaubet, ba§ Sylla derennoch 2 oder auch zu ersten z alsofort 4harzn gethan habe, und da ste vorherTriumuiri Epulones hiessen, hieß manste nun Septemuiros Epulones d). Cse-sar that deren noch 3 darzu. und damitwurden ihrer 10 oder Decemuiri e).Ihre vornehmste Verrichtung war, zugewissen Zeiten ein Gastmahl in dem Ga-pitolio anzustellen/ dem foui seinen Le-ctum, der Iunoni und Mineruae aberihre Sküme hinzusetzen, die Statuen der-selben drauf zu stellen, und den Tisch mitden besten Speisen anzurichten, mithinden louem, nebst der lunone und Mi-nerua zu bitten, sich es wohl schmeckenzu lassen. Wenn denn die Statuen solange gelegen, als sie essn können,brachte man sie wieder an ihre Stellen;hingegen aber machten sich die HerrenEpulones mit den ihrigen über die Tra»ctamente, und verzehreten, was jeneübrig gelassen, oder vielmehr nicht an-gerüoret hatten 5 ). Ehemahls wardieses eine Verrichtung, der Pontificummit; allein weil sie mit Opfern und all-dem Lerrichtrmgm so viel zu thun hat-

ten, daß sie nicht herum kommen kun.ten, überliessen sie diese Schmausererenden Epulonibus g). Und wenn dennauch einfältige Leute disfalls in ihn»Testamenten zu dergleichen etwas ver.machten, und die Erben dasselbe nichtentrichten wollen, wüsten sie dieselbenschon dazu anzuhalten, und eher derengesammtes Erbtheil zu confificiren, alsdaran was fehlen zu lassen h). Indes,sen machten sie doch ein eigenes Colle-gium aus, trugen ihre Togas pretcxtas,veranstalteten aber auch andere Opfer.Mahlzeiten, »nd, da sich etwanereignete, daß ein Opfer, und derglej.chen dadurch mangelhaft wurde, zeige,ten sie es den Pontificibus an, daniikdergleichen anders angestellet werde.Ihre Töchter kunken hierbey gezwungenwaren, Vestalische Jungfern zu werden,wie ber Augurum und Pontificum, undwerden sonst die ersten 3 von ihnen C.Licinius Lucullus , T. Romulius und ?.Porcius Lecca i).

a ) Festus in Fpulones.

b) Liv. lib. XXXIII. c. 43. Cic. deOrat. lib. III. c. /p.

c) Bell .Rom.Reßit lib. II. c./9. Gell.lib.l. c. i2. Lucan. lib.I. v. 6 02.

d) Gell. /. c. Gruch. de Comit. Rom.lib. II. c. 2. Gyrald. Synt . Deor.XVII. p. 481

e) Dio ap. Rolln. lib. III. c- 28.

f) Val. Max. lib. II c.i.n.2. Arnob.lib. VII. ap. Pitisc. in Epulum lo-vis.

g) Cic /. c.

h) Rolln. I. c.

i) Alex. ab Alex. lib. III. c. 16.eum Tiraquell. I. c

E P V L V M Albanum war einSchmaus, den man auf dem Mon-te Albano hielt, nachdem man der Mi*neru* zu Ehren die Quinquatria da be<ganaen harre.

Martial. lib. XL Epigr. 48. v. //.Stat. lib. Hil. Sylv. 2. v. 63.

Epulum Capitolinum ,f Epulum lorus.

Epulum funebre, f. i.oena funebris.

Epulum geniale wurde von einemneuen Ehemanne veranstaieer, wobeysich die Wisse» und daSLbal-flio, wieauch daö Lob der Braut höre» b-'ß.

Laurent.

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