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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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1067-1068
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1067 E P I

Herm. Hugo de prim. scrib. Orig.cap. /3.

Epistola Commendatoria waren Brie-fe, die ein Dischofeinem Geistlichen mitgab , der wohin zu reisen hatte, daß ervon andern seines glcichens gütig möch-te aufgenommen werden a); wiewohldergleichen auch Laici bekamen, bcson-ders die etwa» eines Verbrechens hal-ber verklagt, allein entweder unschuldigbefunden worden waren, oder auch ihrePoenitenz gethan und ihre Strafe aus-gestanden hatten b).

a) Hugo de prhn.fcrib. Orig. c. 13.

b) Gonzalez ap. Trotz. adHng. I c.

Epistola Decretales waren, dämme

die Römischen Pabste auf gethane An-fragen ihre Antwort gaben, auch sonstandeuteten, was gethan, oder Unter-lasten werden solte.

Herrn. Hugo de prim. scrib. Orig.cap. 13.

Epistola dimijßria waren Briefe, dieeinem Glerico mit gegeben, und darinnebezeuget wurde, daß er in aufgetrage-nen Verrichtungen wohin aeftndet wer-de. Sie hiessen auch Epistolae

v V * *

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Lazius de Rep. Rom. ap. Hugon. deprim. scrib Orig. 0.13.

Epistola formata, f, formales, warenBriefe derKayser, welche die Kraft be-sonderer Gesetze haben solten a). In derKirche hieß es ein Brief, den ein Bi-schof. welcher nach Rom gelodert wor.den war, bey seiner Zurückkehr bekamals ein Attestat, seiner in der Lehre be-fundenen Richtigkeit b). Damit abermit solchen kein Betrug von den Ketzernbegangen werden kunte, verglich mansich schon auf dem Goncibo zu Nic*aeiner gewissen Form, nach der mau sol-che Briefe einrichten wolle, welche manaber doch auch geheim hielt, daß siedenIrrgläubigen nicht bekannt wurde, undvon ihnen nachgemacht werden kunte.Also wenn man z. E setzte:*, 8°, «>400, <*, I, 5T, 8a, f, IOO 0; 70, ^,40,5,9, bedeutete *, 8a, v. 400, *, l,(r, 80, Ayitf , NcrL-l, l- b.

Pater, Filius, Sanffas Spiritus, PetrusApostolus ) ferner war K, lao, der erste

Luchst«be ü»s dem Nahmen deöPadsts

L ? I 1068

oder Bischofs der den Briefschjche, als'der hier z. E. hieß; 70, war i

der andere Buchstabe auS dem Nah. 'wen dessen, an den der Brief ergimg,als hier r-,s-xv->«; 40, war der dritte

Buchstabe aus dem Nahmen dessen derden Brief überbrachte, als hier '», 400, war der vierdte Buchstabe ausdem Nahmen des Orts, wo der Brief ^hin solte, als Tfivtfit ; $, 9, war AnnusIndictionis von 906, da der Brief ge< jschrieben worden ; endlich setzte mau Inoch zuletzt des Briefs «, 1, 4, ,,so, j

», 50-99, i. e. «V*». Da man denndie Ziffern zu den Buchstaben setzte,dieß jdie Sache desto verwirrter und dunk-ler zu machen c). Allein noch duncklerwürde vielleicht alles gewesen seyn,wennman nur die Zahlen oder die Buchstabenallein gesetzt hätte.

2) 8 ueron. Damit. c. 13. & ad eumTorrent. /. c.

b) Augustin. ad Eleus. Epift. 143 adGlor. Epist. 132.

c) Hugo de prim. scrib. Orig. cap. 13,dgs ad ernt Trotz. /. c.

Epistola laureata warm Briefe, umwelche ein Lorber - Zweig gewunden war,dergleichen die Feld > Herren an den Rathzu Rom schickten, wenn ste einen Siegwider die Feinde befochtcn hatten.

Liv. V. c. 8. XXXXV. c. t. Alex. abAlex. lib. I. c. 2g. sr ad eum Ti-raquell. I. c.

Epistola Memoriales waren Briefe,welche einem Gesandten mitgegebenworden, worinne verzeichnet war, waser ausrichten solte, einelnstructivn. !

Hugo de prim scrib. Orig. c. 13. &ad eum Trotz. /. c.

Epistola Pastorales waren Briefe andie Kirchen, wie ste sich in einem unddem andern verhalten solten.

Hugo de prim. scrib. Orig. c.13.

Epistola Synodica waren Briefe, soentweder an einen Synodum, oder voneinem Synodo waren geschrieben worden.

Hugo de prim. scrib. Orig c. 13 . .

Epistola Systatica waren bald so viel

als tp stolse i.on menslatorisa), bfll®

aber auch so viel,als Passe, odei Briefe, dieeiner ausweisen music, wenn er sankStrasse ungehindert reisen wolle b).

S) * ett.