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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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931-932
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9Ji DES

ben Jungfer und kalben Fisches vereh-ret wurde, flehe Lex. Mythol. in Der-ceto.

DESERTOR, ein Deserteur , hießder langer von der Armee weg blieb,als er solle a); oder der auch ohne Er.laubniß nur weiter von der Armee gieng,als man die Trompeten in derselben-ren kunte b). Und da ein Ritter sol-ches im Friede that, verlohr er seinePferde und Ritterstand, ein anderer aberwurde in eine geringere Classe der Sol-, baten versetzet, im Kriege aber wurde esam Leben gestraft c)

a) Modestin. /. desertorem js. de remilit.

b) Appian. de Bell. Pun. ap. Pitifc-b. t.

C) L. non omnes ff. de re milit.

DESIGNATOR DECIMAEwar einer in den Provintzen, welcher dieDedmas darinne einnähme, und inge.mein mit den Buchstaben D E SIG. X.P. P. bemercket wurde, welches hieß,

Designator Decima prouincia procu-randa.

Vrsat. de Not. Rom. «»DESIGN. X.P. P.

Designator funeris war einer, der beyden Leichen anstellete, wie man darbeygehen oder sitzen solle, jedem nach seinemStande auch seine Stelle anwies; son-derlich bey den Leichen-Spielen überallgeziemende Obsicht hatte, und das Volckvom Tumulte und Unordnung abhielt,daher auch seine zugeordnete Li&oresbey sich hatte, die ihm beystehen musten.Wiewohl andere auch solches nur vonLeichen-Tragern, Todten Gräbern. Vsto-ribus, Pollinstoribus u. d. g. Völckgenverstehen, so ihm als einer obrigkeitlichenPerson zu Gebote gestanden a). Erhatte etwas von Feigen-Laube an sich,daß man ihm daran kannte b). SeinWunsch war indessen, daß fein viel Leutesterben möchten, weil er davon lebenmuste c), und mochte er mithin einemjetzigen Leichen-Bitter oder sogenanntenMarschaüe bey einem Leichen-Begäng-nisse nicht ungleich seyn.a) Horar. tibr.I. Epist.7. v.<S. & adeum üelprez. l.c. Kipping. Anfiqu.Rom. hb.UU. c.o. 4.

b) Horat. l.c fr Epod.XVl. v. 4 s.

c) Senec. de Benef. Uhr. VI. capGyrald. de Var.'Sep.ritu c.

ad eum Faes l. c.

Designator ludorum , f (peclacuh.rum, war, der den Leuten wies, wo einjeder seinen Sitz in dem Theatro oderCirco nehmen solle, zumahl, wenn siezu langsam kamen, und die Spiele schonangegangen waren a). Da auch sicheiner hingesetzt, wo er nicht solle, schasteer ihn von dar wieder weg, so excitareober suscitare hieß b) , und kannte manihn an dem Stäbe, den er in der tzandtrug c).

a) Plaut. Feen. Prol. v. ,p.

b ) Martial. Ubr. V. Epigr. /4. v. 1.Suer. Aug. cap. 14. Quinfti],lib.lll. c. 7.

c) Plaut l.c. Bulenger. de Circ.c.$.

de Theatr. libr. I. cap j 4. Lips deAmpbitbeatr. cap. plures, apud

PitUc. h. t.

DESVLTORES waren Leute imKriege, die zugleich mit 2 ungelattelkenPferden aufzogen, und, nachErfodcrungder Umstände, immer von einem auf dasandere sprungen. Es fanden sich der-gleichen bey den Nurnidiern a), Scythenb), Indianern c) u. a. hernach aberführete man zu Rom dergleichen auchin den JLudis Circensibus mit auf d).Indessen hatte mancher darzu nicht nur2, sondern auch 4 bis 6 Pferde auf ein-mahl, dergleichen auch von demTemo-bocho, Könige in Jllyrien, gesagt wirde), ob es wohl sonst was schweres ge-heissen, es mit 4 Pferden zu thun, ge-schweige mit 6, als die er alle auch zu-gleich hat regiren müssen f). Griechischhiessen solche Desultores und

werden, ohne obbenannte, sonderlich auchdie Sarmaten gerühmt, daß sie in die-sem Stück der Reuterey wohl geübt ge-wesen g).

a) Liv. lib.XXlll. c.29.

b) Ammian. libr. XXII. apud Pitisc.

in Desultor.

c) Herodot lib. VII. ap. eumd. l.c.

d) Hygin. lab. So. Cafliodor. lib. lll-

Ep. s/.

e) Flor. lib. III. c.3. n./o.

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