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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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443-444
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erhaltene Völckern gleichsam ihre Geiselnhatten. Sie waren anbey ingemein nurleicht gerüstete^ nehmlich mit Wurf-Epiessen, Schleudern und Bögen verse-hen ä). Allein in den altern Zeiten, dadie Hülfs-Völcker nur von den Sociisin Italien genommen wurden, waren sieauch meist, wie die Römer, bewehret,noch mehr aber, da gantz Italien dasRömische Bürger-Recht erhalten, daherauch selbst mit zu den Legionen genom-men die Auxilia aber bloß aus denPro-vintzen verschrieben wurden. Da auchdiele das Büraer-Recht bekommen nahmman die Hülfs Völcker von den Teut-schen, Batauis, iVIauris, Armeniis, Getis,Dacis u.a. Bai baren, die aber doch ihrebesondere Militz ausmachten, bis unterden Kaysern auch der Unterschied aufge-hoben, und alles so ferne unter einandergemengcr wurde, daß ein Auslander auchunter den Legionen, und ein Römerhingegen unter den Auxiliaribus dienentunke, welches diese zum Theil gern tha-ten, weil es da weniger Arbeit gab, unddoch mehr zu profitirm war e).

a) Festus in Auxiliares.

b) Lipf de Milit. Rom. Üb. I. Dia!. 7.

e) Poeschel. ad Polyb. de Milit. Rom.

c.i. §.7.

d) Salmaf. de Milit. Rom. c. tg. Ste-wech. ad Veget, lib. II. c. 1. Pitisc.b. t.

e) Salmaf ad Vopisci Probum, c. 14.

AVXILIVM POPVLARE

war ein Hülfs-Mittcl, wodurch ein Be-klagtet vor Gerichte los kommen kunte,und zwar war solches viererlcy. ,Mas.sen sich erst die Tribuni plebis dreinlegen und ihm schlechterdings los helfenkunten; oder es kunte einer durch seindemüthiges Bezeige», Bitten und derglei-chen das Volck bewegen, daß es ihn freysprach; oder es kunte an dessen Gerichts-Tage sich am Himmel, oder sonst etwasbegeben, daß das Gericht aufgehobenwerden muste, welches auch geschahe,wenn er in der That kranck war, odersich auch selbst ins Exstlium davon mach-te ; und viertens kunte auch der Klägerseine Klage fallen lassen, da denn derProceß auch aus war.

Sigon. de Iu-dic. lib. III. c. 13.

AX AMENTA Waren bie Carminawelche Numa Pompilius a) auf bmHerculem b) gemacht, und die 8,1-jabsangen c). Sie hiessen aberA X amc ma ;weil sie auf oder höltzerne Xofelitgeschrieben waren d). Sie wann lniübrigen aber so dunckel, daß sie die Saliiselbst nicht recht verstunden e), une ein«halb für einen Narren angesehen wurdewer sich dessen rühmete f). ' .

a) Cic. Off. lib. III. c. $1 .

b) Vet. Gloif ss Scaliger ad Fell

in Axamenta. j

c) Fest l.c. ;

d) Voff Etyma!. in Axis.

e) Quincti 1 . Injl. lib. I. c. 11.

f) Horar. lib.I. Epiß2. v.&s.

Axia Gens, f. Gens.

AXONES, Gr.aI»»»«, waren B

tzerne Tafeln, worauf des Solonis gefcjjtzu Athen gesFrieben waren a). Sie hübenden Nahmen daher, daß sie um eine Achseherum gedrehet werden kumen bj, und,da einige melden, daß sie auf ehrinneTafeln geschrieben gewesen c), k«n sol-ches wohl nachher geschehen seyn, dadie hölyernen vielleicht nicht mehrhabenhalten wollen.

a) Plutarch. Solon, c. /. & Gell.lib. II. C./2.

b) Voll Etymol. in Axis.

c) Pollux lib. VIII. c. 10.

AZAZEL ist, nach einigen, soviel,

als der Bock selbst, der nach ©ottrfBefehl am Versühn-Fest in die WWmusie geschickt werden; nach andern abit,der Teufel, dem solcher Bock, mit daaufgelegten Sünden seines Dolcks, üb»lassen worden, und, nach den dritten,mOrt in der Wüsten, wo er hingebmchiwerden muste ; jedoch will die ersteWnung dennoch die wahrscheinlichste lesta). Immittelst wurden zu dieser Gertmonie zwey ein ander gantz gleichecke ausgesucht, zusamme an den 2Vgestellet, 2 gleich grosse goldene PlsVauf deren einer stund : Dem ^errn,auf der andern: Laa;a;el, in eine l!e >tzerne Büchse gethan, umgerürtelt, """griff sodann der Hohe-Priester mitden Handen hinein, und nahm sie !gleich heraus. Hatte er das doeö dcHerrn in der rechten Hand, hieß cv»

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