zZo Geistliche Briefe.
uns von Sunde, Untreue, und Abweichungzu genesen, und zu frommen chrisiähnlichen AKindern zu machen: darum sollen wir nur,ohne Untersuchen und Widerstreben, kindlich ^die väterliche Ruthe küssen, und mehr auf des ^Vaters Süßigkeit, als auf der Ruthe Bit--terkeit sehen. Die Ergebung in Kreuz undSterben macht Kreuz und Sterben heiligund schön.
Ich wünsche sonderlich dem lieben BruderN. die innige Nahheit JEiu, und diese er-gebene Gemüthsgestalt in allen Willen GOt- Mtes. Manch frommes Herz sagt: Ja, ich V«wollte gern sterben, wenn ich bereit und heiligwäre. Allein, wer ein armes, gebeugtesHerz hat, ein Herz, das in die pure GnadeJEsu hungert und trauet, daß sich GOttüberläßt, wie es ist, und auch sein zeitliches M'
Leben, wann es seyn soll, GOtt überläßt; ^
der fahre in JEsu Namen getrost dahin, unddenke zur Sterbenszeit nicht viel an heiligseyn.
Den lieben Schwestern N. und N. er- Wgsuche auch einen herzlichen Gruß zu vermelden, Mund sie meines brüderlichen Andenkens zu ver-sichern. Ich besuche einen jeden von ihnenöfters im Tage, und vertraue, diese Besu- T"
chung werde ihnen allerseits zum Segen seyn. A
Mich deucht, ich sehe es, als wenn der gute >>> >Hirte uns mit einem Erdklößchen wirft; da »>cllaufen die schüchterne Schäfchen zum Hirten, Eo
denn sie Verstehens, was das gesagt ist.-^
Weil