Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
366
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Der i44ste Brief.

Auf was Weise ein Sünder auf Christi Blutund Gnade vertrauen möge.

Lieber Bruder!

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ich gleich, wegen der hiesigen Kranken, pm^ wenig Zeit habe, so muß doch kürzlich aufdie Frage von N. dieses antworten: Daßzwar das Vertrauen zu der Gnade und GüteGOttes in Christo JEsu ganz gut, und ,auch für die größte Sünder der einzige, unent-behrliche Weg zum Heil sey; nur müßte auchdabei seyn eine Erkenntniß, Bekenntniß,Mißfallen und völlige Abkebr von allen Sün-den, und auch der geringsten Untreue, umsich GOrt in Christo in völliger Verläugnung «auf ewig zu ergeben. Wer diesen Sinn von ^GO" bekommen hat, der mag und muß Mals ein Mühseliger zur Gnade kriechen, und K (auf Christi Blut und Gnade ohne Bedenken gWvertrauen. iW

Was ihn insbesondere betrifft, so kommtszwar darauf nicht an, ob er eine so harte Be- ^sirasung und Angst über seine Sünde undUntreue fühlet; muß sie aber doch herzlich be- h ^kennen und bereuen, so viel er sich deren er- ^innert; und sonderlich ist er verpflichtet, sichvor GOtt zu beugen, und um Vergebung j,! ^