Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
325
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Z25

IV. Theil. izzster Brief.

»>sK gedrungen, an dich zu schreiben, und weißSW doch wirklich nicht, daß ich was zu schreibenchi hätte. Ich folge dann der Neigung nur ein-W fällig, wünschend, dich mit meinem ganzenM Herzen zu grüßen und zu segnen in der KraftNg! des holdseligen Namens IEsus Immanuel.

O liebster Bruder! was ist der Mensch?Hk Und, was sind auch wir insbesondere, daßMii der in sich selbst selige GOtt uns sein süßes> ^ Herz in JEsu eröffnet? Daß er uns dahin soW tief und sanfte ziehet, und seine beseligende Le-ßm, benssäfte und Kräfte nach aller Bedürfnißeinflössen will? Was kann der HErr doch,bei diesem allem, weniger von uns fodern,als er thut? wenn er uns durch seinen Geist'ins Herz rüfet: Psalm 81. Tbue deinenMund weit auf, so will ich ihn füllen!

Durch gründliche Abgeschiedenheit, Herzens-zukehr, süße Demuth, und kindliches Ver-trauen wird ja wohl unser Seelcnmund weitaufgethan: aber auch dieses flößt er uns ein;und wo er nichts einzuflössen scheinet, da mußdas Warten und Hungerleiden als mit behülf-lich seyn; daß man nachher so viel begieriger,aber auch soviel demüthiger, den Seelenmundgegen GOtt und Gnade austhue.

lTkun, süßer Gd)rr! so wollen wirsgerne machen, oder besser gesagt, so wol-len wir uns gerne machen laßen. DeineLiebe ist süß, und alle deine Wege, unsdieser deiner Liebe fähig zu machen, sindauch süß. Anders kanns nicht seyn: dar-X Z um