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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
311
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IV. Theil. I27ster Brief. zu

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tragen, und Mitleiden mit euern unnöthigenStörungen haben. O der leidige Argwohn!was bringt er euch seltsame Dinge bei, undsetzt euch in tausend Unruhe und Noch! Laßteuch doch zum unschuldigen Kinde machen!Thut, was ihr thun könnt, und befehlet dasUebrige GOtt. Leidet, was da kommt,denn die Mutter tragt das Kind; und halteteuch nicht mit Phantasien ans, als ob eureLeute im Hause euch zu tribuliren und zu quä-len im Sinn hatten, und dergleichen.-

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Ein Kindchen muß sich freundlich schicken,alles von des Vaters Hand nehmend, son-derlich, wenn mans nicht so freundlich undruhig andern kann. Ja auch eure Freudenund Leiden des Gemüths müßt ihr aus dieserVatershand nehmen, denn GOtt weiß, wasdas Beßte ist; und, was das Beßte ist, dasgibt er uns: darum sollen wir ja zufriedenseyn, und ihn nur lieben und ansehen.

Nun schreibe ich dieses nicht, als wennick nicht großes Mitleiden mit euern Leidenhätte, und als wenn ich nicht auch herzlichTheil nähme an euern Vergnügungen; aberich sehe eure Leiden nicht als was Bösesan, sondern als sehr liebenswürdige Sachen.

Daß ihr euch im Geist mit mir vereiniget,und als unterredet, zu eurer Stärkung, sol-ches ist gut; nur muß es euch im Umgängemit GOtt nicht hindern; auch müßt ihrsolche Unterredungen nicht zu hoch aufnehmen,U 4 sondern