zas Geistliche Briefe.
uns, obaleich GOttes Güte allerhand Werk-zeuge, Begegnungen und Mittel brauchet,dieses un^er Eiend zu offenbaren, und unszu präpanrcn, und gleichsam reif zu machen ^7zur Genesung. O! das sollte uns billig sorecht erkenntlich sepn; es ist Liebe, und nicht ^Zorn, gur, und nicht böse. SecondiretGOrt in feinen heiligen Absichten über euch,lie^e Schwester! Er will euch elend, schwach,klein und zum Kinde ohne Willen machen. NUWerdet doch nicht kleinmüthig dabei; siim- Mmet von Herzen zu in euer allgemeines Nichts. W"Verwundert euch nicht darüber, daß ihreuch so findet, wie ihr khut! Es ist gar nichts i MGutes noch Schönes in uns. Hauptsäch- ck llich aber soll es euch dazu bringen, daß ihr ih u«vornt-bml'ch zur Zeit des Gebeths und der MEinkehr euch selbst sehr dalaßet, als eine MsSache, wovon ihr schon überzeugt seyd,, Mdaß nichts davon zu erwarten; daß ihr dem- U Unach euer Eigenes (Denken, Wollen, Wir-ken) sehr laßet feiern, in Erwartung desGöttlichen, um demselben Raum zu laßen.Denn dreß ist der Kern und das Ziel desganzen Christlichen, inwendigen Lebens undGebeths, daß das Unsere still stehe, weiche,sterbe, JEsus aber in uns lebe; daß wiraus allem, und auch aus uns selbst, aus-gehen, um in JEsum einzugehen. Zu demZweck ist er uns so mnigst nahe geworden,und begegnet uns mit seinen sanften Zügenim stillen Grunde, um uns zu helfen, nach-dem