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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
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Geistliche Briefe.

hat, ist Mir oft recht wichtig und anbethungs-würdig vorgekommen. Ich glaube, du wirstihm in der seligen Ewigkeit den beßten Dankund Ehre dafür bringen. Der theure Gna-denberuf GOttes, den der HErr an deinHerz gebracht, zielte, von Anfang her, auswas Inniges und Ganzes. Der HErr bestdichs lief fühlen, daß er dich allein für sichhaben wollte, und dahin ging auch nur deineGrundneigung, die mit nichts weniger be-friediget werden konnte. GOtt gereuen seineGaven nimmermehr; Er ist getreu, der dichalso berufen hat; Er selbst wird es auch in dirtbun, und eben dein langwieriges Leiden undKränkeln soll dazu Mitwirken. Traue esihm kindlich zu, meine Schwester. Ueberlaßdich seiner treuen Hand nach Leib und Seel,auf Zeit und Ewigkeit, ohne Umsehen nachdir selbst.

Von Gnade und Barmherzigkeit wollenwir rühmen in Ewigkeit, und mit süßer Ehr-furcht den großen und seligen GOtt anbethen,der uns umsonst geliebet hat in Christo JEsu.O wahres Vaterland! O liebe, süße Ewig-keit ! Dahin neige sich dein Inniges und Gan-zes mit mir! Da wollen wir einander beschei-den und begegnen, und auch dafür die Gütedes HErrn preisen, die es so gefüget, daßwir uns in dieser fremden Welt haben mäßenbegegnen, kennen und lieben. Sei) denn ge-trost, meine Schwester! der HErr ist mit dir,und auch meine brüderliche Fürbitte. Es

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