244 Geistliche Briefe.
so bleibt nur eine Generalregel noch fest, «irnämlich: Daß GOtt ergebene Seelen ihreLeibes- unv Gemüthsbefchaffenheiten mitgroßer Abhangltchkeit von- und Aufsehenauf GOtt (der ße regiret) tragen müßeu,ohne im einen so wenig als im andern xarkorxe, oder mit Anstrengung sich anderen zuwollen. >
Du wirst mich verstehen. Z. E. in An-sehung des Gemüihs fühlt man etwas Sin- Hchkendes, Natürlich-Trauriges, so das Ge-müth mit zudeckt; da ist wohl gut und nö-thig, sich so was sanft und indirekt ausdem natürlich finstern Wesen zu erheben. «Da aber GOtt bisweilen ein sehr edles ^Srnken, Loslaßen und Ausgehen beäuget; ^so muß die Seele sich nicht in gutmeynen- Oldem Wirken formen, sondern mit Zufrie- Ddenheil nach- und Acht geben auf ihres, un- Wbekannten Führers Wink im Grunde, der Möfters die Erleichterung und das Heil, so Kimwir im Erbeben erwarten, uns auf eine dochandere uns noch ungewohnte Weise erfahren tMläßt.- M'
Ich liebe und umfasse dich, mein Bruder, Min meinem Herzen. dan
Mülbeim, ^
den 22. Mai, 1767. ^
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Der