Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
202
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Geistliche Briefe.

IEsu. Dieser Name ist die uns inwendignahe, mildiglich eröffnete, sanfte, wallendeLiebe GOttes, welche, wie ich wünsche, auchdein Innerstes auf das Neue einnehme, undwie em kräftiger Lebensbalsam durchdringen,stärken, erquicken und beleben möge, damitdu, mit mir, ein Mensch werden mögestnach GOttes Herzen, und du auch, mit mir,in dem bevorstehenden neuen Jahr könnestleben, lieben und leiden dem HErrn zu allemGefallen. Amen, JEsu! Nimm uns ein,und nimm uns hin; dir sind wir geschen-kte, dir überlaßen wir uns gar; "laß unsnicht zu Schanden werden, Amen!

Es ist mir auch, liebe Schwester, rechtangenehm und erkenntlich gewesen, daß wireinander in dieser Sterblichkeit noch einmalin der Liebe besuchen können, und GOtt dir,wider Vermuthen, zu der Hin- und Herreisedie nöthigen Kräfte verliehen hat. Ihm seyfür alles Dank, Lob und Ehre gebracht!Seine göttliche Majestät wird uns aus Gna-den eine ganze Ewigkeit schenken, ihm wür-diglich zu danken für alle seine Barmherzig-keiten.

Jetzt höre ich, du seyest wieder krank;IEsus besuche und erquicke dich an meinerStatt! Ich habe auch seitdem manchen hartenAnfall gehabt; ich bessere zwar, durch GOt-tes Güte, wieder; doch fällt mirs noch schwer,so einige Zeilen schreiben zu können. Seygetrost in GOtt! Scheint gleich die Sonne

nicht

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