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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
186
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186 Geistliche Briefe.

schmieget, und demselben diese deine gute Nei- ^ ^gung ruhig aufgeopfert hast. i B

O! der HErr will uns so kindlich, um Bschuldig, sanft und willenlos haben, daß ichs znicht genug ausdrücken kann. Er gibt uns ^manchmal was Gutes zu wollen, und vorzu- ^nehmen, dessen Ausführung er doch verhin-- Ddert, nur um uns geschmeidig zu machen.Wo wir nicht mehr sind und leben, da istund lebet Er. Wir wollen dann einander, ^mit GOtt, so viel fleißiger im Geist besuchen,grüßen und segnen. Du kennest ja ein wenig ^das innere Versammlungsplätzchen? So komm Mdann herein, liebe Schwester! laß deinenGeistesgrund sich mehr scheiden und scheidenlaßen von allem sinnlichen, eigenen Wirken ^und Gesuch, auch im Gebeth und Geistes-zukehr zu GOtt. Gibt GOtt Empfindlich-keit, Trost oder Licht, da nimmt mans ruhig ^und abgeschieden an; wir müßens aber wederbeäugen, noch machen. GOtt; GOttes ^Wohlgefallen; GOtt zu vergnügen muß unser ^.reiner Zweck seyn; und diesen Zweck erreichenwir allezeit ohnfehlbar, wenn wir, uns zuGOtt nahend, nur unser Eigenes feiern ,laßen, um GOtt und dem Göttlichen Platz ^zu geben; bewegt aber GOtt zu sanften, ru-higen Thaten der Andacht, der Liebe u.s.w.,dann folget man ruhig. Läßt er uns in derDunkelheit, Dürre, Zerstreuung, Versu-chung rc. dann folget man gleichfalls; manvernichliget sich; man ist mir GOrr und mir

Nichts