Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
180
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rg» Geistliche Briefe.

allemal angenehm sind. Es liegt mir an, Adaß ichs von Zeit zu Zeit gerne weiß, wiees innerlich und äußerlich mit dir stehet.Mache dir darüber keinerlei Gedanken oder EEinschränkung. Sollte es meine und deineLeibeöschwachheit und Umstände auch zula- Bßen, dann würde auch deine Herüberkunft «krmir lieb und angenehm seyn, wie eilige- Oschränkt auch meine Umstände sind. Laß ktzdich nicht durch allerhand Reden beunruhi- Ugen! Ich weiß mich dergleichen Ausdrücke §»>nicht zu erinnern; oder es müßte in einem tsi,gewissen Zusammenhang was gesprochen seyn: Dida es aber ganz anders heraus käme, und §hier zu weitläufig zu bedeuten ist. Einmal ^bleibe von meiner unverrückten Bruderliebe ^und aufrichtigen Angelegenheit für deiner ?.>Seelen Wohlseyn nur völlig versichert! Diebewußte Freundinn muß allerdings in einerVersuchung stehen, welche verhossentlich nichttiefe Wurzel fassen wird; denn sonst hätte ^sie dir das nicht gesagt, was sie in Anse- "hung meiner gesagt hat; gesetzt daß es auch -völlig so gewesen wäre. Nun, dergleichen «Reden, und unfreundliches liebloses Betra- ^gen anderer, auch liebsten Freunde, läßt die o!göttliche Vorsehung manches Mal expreß zu ^unserm Beßten zu, damit unsere Liebe zuandern geprüfet und geordnet, und wir ver-nichtiget werden; wir sollens deßwegen an-dern nicht zu scharf in Rechnung bringen. DDer HErr hat seinen liebenswürdigen End-zweck