Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
172
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Der 7iste Brief.

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Daß man ohne Furcht, wirk- und willenlos aufdie Offenbarung GOttes warten müße.

kittkl!

In der Gnade GOttes geliebte Schwe-ster!

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/xs ist mir lieb, daß ich aus deinem Briest O,chen ersehen, wie daß dirs noch darum zu Mthun ist, auf die gnädige Offenbarung GOt-tes in dir zu warten; worin gewiß unserewahre Seligkeit und der Grund zu allen Tu- -genden allein zu finden ist. Beim groben , ^eigenen Wirken erkennt man sich selber nim- ^ "mer; aber GOttes Licht entdeckt uns dassubtilste Eigene, wann wir demselben stille In-halten. Darum, weil du bei deinem Stille-seyn ein aufrichtiges Verlangen hast, ausdir selbst und dem Geschaffenen auszugehen,und GOtt in dir zu finden , so darfst du nicht Amifurchtsam dabei seyn. Bleib' nur so wirklos lvund willenlos vor GOtt liegen in deinemHerzen, einfältig, bloß und übergeben! Der ^HErr wirds schon gut machen, und bald alledeine Sinne und Neigungen zu sich sammle»;welches ich dir von Harzen zuwünsche.

Weil du bei den Leuten leicht in Stö-rung und Versuchung Machst, so ist dir M

gewiß