IV.THeil. 62ster Brief. izz
G bald herum zu schicken, damit auch andereliebe Bekannte, solches thun möchten; wiedann auch alle sichs sehr angelegen seyn ließen.Mir zwar war es von Anfang nicht gemüth-M lich, daß er noch an dieser Krankheit sterbenwürde: allein, was wir gern sehen, dasglauben wir auch gern; drum sank ich (beidem Verlangen ihn gern noch was hier behal-^ ten zu wollen) in die kindliche Gelaßenheit ein;opferte ihn dem guten GOtt auf, der mehrRecht zu ihm hat, als ich oder andere, undkonnte mich ganz ruhig mit den: kranken Bru->)"l der in den Abgrund der göttlichen Liebe undMi Erwärmung ersenken; und so mache ichs noch.
^Daß du lieber Bruder, und andere liebeKinder daselbst, sehr gerührt, betrübt undzumKheil allarmirt waren, das habe ich wohlgefühlt und mir getragen. Es war auch nichtgar ohne Grund. Ihr werdet alle an diesem' Bruder ein Großes verlieren. Inzwischen>tw! mäßen wir doch auf den lernen sehen, deridjii- alles weislich ordnet zu seiner Zeit, und soIB wohl im LTlebmen als im Geben unser BeßtesM beäuget. Alles Sichtbare ist in sich nur ein», Traum, und dieses Leben nur eine Zuberei-d is! tung zum wahren Leben. Ein jeder bedieneM , sich nur fein sowohl der Zeit, als auch der1, >» Mirrcl und Gelegenbeiten, die uns GOtt indieser Zeit vergönnet, damit wir GQttes End-zweck an uns mögen erfüllet finden. Ueber-F laßet sowohl in kleinen als größern Gelegen-K Heiken, euern Verstand und euern WillenO K 5 GOtte,
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