Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
132
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izT Geistliche Briefe.

Dunkelheit, Dürre und Geschmack, Süßesund Saures gleichmüthig aus der Hand derLiebe an! Unser Führer verstehts; Er ist inseiner Liebe unveränderlich: so will er unsauch haben und machen. In ihis, und nichlin die Veränderlichkeiten unserer Stände, sol-len wir unsere Ruhe und Freude setzen. Ganzfür ihn, und nach dem aufrichtig inneren Wil-len ihn gern aufs beßte vergnügen zu wollen,ist unsrer Seits genug. Laß GOtt mit dirmachen; mache du selbst nicht zu viel, son-dern halte seinen innern Wirkungen kindlich,vertraulich und einfältig stille, dann wirdalles gut gehen, und er wird selbst wissen,deine edle Liebeskraft dergestalt für stch zu neh-men, daß du dich nicht mehr so mit dem gan-zen Menschen wirst auskehren können, son-dern eine abgeschiedene und geordnete Liebezu seinen Kindern bekommen.

Ich finde alle Vereinigung des GemütkSmit dir; und wann du einmal wieder bes-ser, und die Umstände es zulaßen, dannwird mir auch dein Besuch jederzeit ange-nehm seyn.

Mit meiner Schwachheit ist es sehr ver-änderlich; die Witterung greift mich sehr an.Bisweilen habe es ein oder zween Tage ziem-lich wohl, die meiste Zeit aber bin sehr her-unter. Mein Haupt leidet überhaupt viel.Doch ist es Liede nur; so muß sie miruns handeln. Alle Wege des HErrn M

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