IV.THeil. zzster Brief.
129
>^!k>
B
ßs
nahe, liebe Schwester! Gelobet ftp der HErr,der uns so viel Gemeinschaft unter einandergibt! Er segne ferner dieselbe zur Erquickung,Stärkung und Förderung im seligen Pil-gerwege !
Ich verstehe deinen Sinn nnd Stand ge-nugsam. Siehe dich an als GOttes ewigesEigenthum; was er dir gibt oder nicht gibt,damit bleibe kindlich zufrieden! Seine Handwird dich recht führen; derselben überlaß dichblindlings, ohne so viel an dich und deinenStand zu gedenken. Genug! daß du ganzfür GOrt seyn, und ihn gerne aufs beßte ver-gnügen willst. Der innigen Grundneigung,unfern GOtt immer herzlicher und lautererzu lieben, mußt du Raum laßen. Ich sagenicht, daß du die Liebe selbst machen odererwecken sollst, sondern daß du der Liebe,die in dir gewirket ober erwecket wird, Platzgeben und stille halten sollest.
Ich grüße dich gar herzlich, liebe Schwe-ster, und opfere dich dem HErrn auf, mitaller Angelegenheit. JCsus, IEfus nichtsals JEsus!
Dein
>W
Mülkeim,den 14. Nov. 1760.
schwacher Mitbruder.
Zweit. B. IV. Th. I Detz